Anzeige : Marschbahn: Brückenschaden zwingt Bahn zum Umdisponieren

Wenn der Zug ausfällt, fährt bei der DB Regio statt der Marschbahn ein Schienenersatzverkehr.

Wenn der Zug ausfällt, fährt bei der DB Regio statt der Marschbahn ein Schienenersatzverkehr.

Aktuelles von der Marschbahnstrecke: Warum ein Lkw den Bahnverkehr lahmlegte.

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26. Juli 2019, 23:58 Uhr

Dass sich auch der Straßenverkehr auf die Bahn auswirken kann, hat die DB Regio AG in diesem Monat schmerzlich erfahren, als ein Lkw mit Ladekran die Eisenbahnbrücke über der B 5 bei Langenhorn stark beschädigte. Die Folgen: Es war nur noch ein Gleis befahrbar, was zu verlängerten Fahrtzeiten, Verspätungen und Zugausfällen auf der Marschbahn führte – und das für mehrere Wochen.

Wieso der Brückenschaden die DB Regio und die Fahrgäste so lange beschäftigte, erläutert Christoph Ströh, Verkehrsvertragsmanager Netz West bei DB Regio Schleswig-Holstein:

Um die Sicherheit der Fahrgäste und des Zugverkehrs nicht zu gefährden, mussten wir die Strecke umgehend sperren und die entstandenen Schäden von einem unabhängigen Experten untersuchen lassen. Dadurch ergaben sich kurzfristig Fahrplaneinschränkungen. Christoph Ströh, Verkehrsvertragsmanager Netz West bei DB Regio Schleswig-Holstein
 

Trotz der Bemühungen, schnell einen Schienenersatzverkehr einzurichten und die Fahrgäste trotzdem möglichst pünktlich an ihr Ziel zu bringen, ließen sich Ausfälle und Verspätungen nicht vermeiden.

Damit der Verkehr schnell wieder geregelt durchgeführt werden konnte, hat die DB Regio parallel mit ihren Kollegen von DB Netz, die sich um die Gleisbelegung des Streckenabschnitts kümmern, sowie DB Fernverkehr einen alternativen Fahrplan entwickelt. Darüber hinaus mussten die Abstellung der Züge, die Möglichkeiten fürs Wenden, die Reinigungs- und Tankzeitfenster sowie die Personalpläne der Mitarbeiter angepasst werden.

Mithilfe des gemeinsam entwickelten Ersatzkonzeptes konnten wir den Verkehr zwischen Hamburg und Westerland (Sylt) immerhin schon drei Tage später – wenn auch eingeschränkt – weitgehend stabil und zuverlässig abwickeln. Christoph Ströh, Verkehrsvertragsmanager Netz West bei DB Regio Schleswig-Holstein
 

So bleibt man über Fahrplanänderungen bei der Marschbahn auf dem Laufenden

Da die Fahrplandaten aus technischen Gründen lediglich zweimal wöchentlich systemisch verarbeitet und veröffentlicht werden können, sahen Fahrgäste zunächst noch abweichende Fahrzeiten in der Online-Reiseauskunft. Um die Fahrgäste dennoch informieren zu können, wurden unter bahn.de sowie im DB Navigator und DB Streckenagent die Reiseverbindungen mit Hinweismeldungen durch ein rotes/graues Ausrufezeichen gekennzeichnet. Außerdem hält die DB Regio ihre Fahrgäste über Twitter und www.bahn.de/aktuell im Störungsfall auf dem Laufenden.

Wenn es zu einer weitreichenden Störung wie dieser kommt, arbeitet die DB Regio umgehend und mit vereinten Kräften daran, dass die Fahrgäste wieder zuverlässig und komfortabel an ihr Ziel kommen. „Bis es soweit ist, dauert es leider häufig einige Tage, denn aufgrund der Komplexität von Schienennetz und Fahrplan ist jeder Schaden anders zu bewerten. Es können nicht für jedes Ereignis passende Ersatzkonzepte bereitliegen. Umso mehr freuen wir uns, dass der Verkehr auf der Marschbahn nun wieder nach Plan läuft“, erklärt Ströh.

Im akuten Störungsfall werden Sie über den Twitter-Kanal @DBRegio_SH jederzeit auf dem Laufenden gehalten mit allen Verkehrsmeldungen der DB Regio Schleswig-Holstein. Aktuelle Tweets zu einer gewünschten Strecke lassen sich am besten finden, indem Sie diese unter Angabe der Linienbezeichnung (bspw. #RE6 oder #RB62) sowie dem Hashtag #RegioSH im Verlauf suchen. Außerdem finden Sie im Störungsfall aktuelle Informationen auf bahn.de/aktuell und im DB Navigator.
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