Verkehr : Kind fährt Dreirad - Wie gut müssen Eltern aufpassen?

Kennt ein Kind die Verkehrsregeln und fährt es schon länger unfallfrei Dreirad, verletzen Eltern nicht ihre Aufsichtspflicht, wenn sie es mal unbeaufsichtigt lassen.
Kennt ein Kind die Verkehrsregeln und fährt es schon länger unfallfrei Dreirad, verletzen Eltern nicht ihre Aufsichtspflicht, wenn sie es mal unbeaufsichtigt lassen.

Verletzen Eltern ihre Aufsichtspflicht, wenn sie ihr Kind alleine mit dem Dreirad auf dem Bürgersteig fahren lassen? Darüber hatte nun das Landgericht Münster zu entscheiden.

shz.de von
16. August 2013, 15:31 Uhr

Die Eltern eines Sechsjährigen müssen nicht pausenlos auf ihr Kind aufpassen, wenn dieses mit einem Dreirad auf dem Gehweg fährt. Sie verletzen ihre Aufsichtspflicht nicht, wenn das Kind schon längere Zeit unfallfrei Dreirad fährt und die Verkehrsregeln kennt. Über ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Münster berichtet der ADAC (Az.: 2 O 160/12).

In dem verhandelten Fall war ein sechs Jahre alter Junge vom Fußgängerweg auf den Radweg gekommen und dort mit einer Radfahrerin zusammengestoßen. Die Frau wurde verletzt. Das Gericht sah die Eltern aber nicht in der Haftung. Schließlich konnten sie ihren Sohn, der bisher stets unauffällig gewesen war, aus ihrem Ladengeschäft beobachten. Und sie hatten ihm die Verkehrsregeln beigebracht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen