Fußball-WM 2018 in Russland : Kulinarisch durch Deutschlands Gruppenspiele: Köstlichkeiten aus Mexiko, Schweden und Südkorea

<p>Vor dem Spiel ist nach dem Spiel - und vor allem während dem Spiel: Dabei sorgen Deutschlands Vorrundengegner für leckere Snacks und Gerichte.</p>

Vor dem Spiel ist nach dem Spiel - und vor allem während dem Spiel: Dabei sorgen Deutschlands Vorrundengegner für leckere Snacks und Gerichte.

Wenn diesen Sonntag für die deutsche Mannschaft der Startpfiff zur WM fällt, sitzt man wieder gemeinsam vor dem Fernseher. Wer dabei gerne landestypisch essen möchte, kann sich hier inspirieren lassen.

Karen Bartel von
15. Juni 2018, 04:33 Uhr

Es wurde angepfiffen bei der Fußball-WM in Russland und Deutschland steht am Sonntag zum ersten Mal auf dem Platz. Im Gruppenspiel treffen Jogis Jungs auf Mexiko, Schweden und Südkorea. Statt Freunde zum Grillen einzuladen, könnte man diese Jahr ebenso mit landestypischen Spezialitäten des gegnerischen Landes aufwarten. Ob Grillgerichte, Buffet, Snacks oder Desserts - hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

<p>Mexiko hat kulinarisch noch mehr als Tortilla Chips und Guacamole zu bieten, doch als Snack zum Fußballspiel bietet sich die Kombination hervorragend an.</p>
imago / Westend61

Mexiko hat kulinarisch noch mehr als Tortilla Chips und Guacamole zu bieten, doch als Snack zum Fußballspiel bietet sich die Kombination hervorragend an.

 

Mexiko gegen Deutschland: Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr

In der mexikanischen Küche treffen aztekische Traditionen auf die Einflüsse spanischer Eroberer: Feurig und farbenfroh zeigen sich die Landesgerichte. Tortillas, Enchiladas, Burritos, Quesadillas, Nachos - Sie verstehen nur mexikanisch? Fest steht, die Mexikaner lieben ihre Teigfladen in allen möglichen Variationen. Tortillas sind weiche Fladen aus Maismehl. Gerollt und gefüllt mit herzhaften Bohnen- und Fleischmischungen nennen sie sich dann Enchiladas. Dazu passt Salat und Reis oder man überbackt sie mit Salsa und Käse im Ofen. Die Tortillas, aus denen Burritos gemacht werden, bestehen aus Weizenmehl und werden mit einer Mischung aus Bohnenpüree, Hackfleisch, Tomaten, Avocado und Käse gefüllt. Werden diese gebraten mit eingebackenem Käse, heißt das ganze Quesadillas. Bleiben ein paar Tortillas übrig, lassen sie sich kurzerhand in Nachos umwandeln: In kleinere Stücke schneiden und frittieren - dann mit warmer Käsesoße, einer pikanten Salsa oder selbstgemachter Guacamole garnieren. Zu letzterer gibt es auf dem Portal Küchenlust ein Rezept.

<p>Die Schweden mögen es süß und vor allem mit viel Zimt - das landet sogar auch im Brot und nicht nur in ihren berühmten Schnecken.</p>
imago / BE&W

Die Schweden mögen es süß und vor allem mit viel Zimt - das landet sogar auch im Brot und nicht nur in ihren berühmten Schnecken.

 

Schweden gegen Deutschland: Samstag, 23. Juni, 20 Uhr

Das Land der kreativen Möbelnamen kann noch mehr auftischen als Hot Dogs und Köttbullar. Zu einem „Smörgåsbord“ (auch Schwedenbuffet genannt) gehört Fisch in allen Varianten – von eingelegtem Hering in Senfsoße bis zu gebeiztem Lachs, aber auch Pilze, Schinken und pikante Pasteten. Als Beilage eignet sich mit Zimt gewürztes Brot. Wer mutig ist, greift vielleicht sogar zu „Surströmming“. Dies ist vergorener Hering in Dosen, der für mehrere Wochen in Salzlake eingelegt war und früher als Proviant für lange Schiffsreisen diente. Dazu gehört süßliches Knäckebrot („Tünnbröd“), Kartöffelchen, Zwiebeln und ein Klecks saure Sahne. Hier sollte man seine Gäste jedoch vorwarnen: Der eingelegte Fisch riecht faulig-süß und könnte den ein oder anderen vergraulen. Zum Nachtisch darf dann das Nationalgebäck „Kanelbullar“ (Zimtschnecken) nicht fehlen. Weitere beliebte schwedische Desserts sind Blaubeersuppe, der Käsekuchen „Ostkaka“ oder die Prinzessinentorte.

<p>Kimchi ist in der koreanischen Küche vielseitig einsetzbar: Als Bestandteil einer Suppe, zusammen mit Tofu oder Fleisch oder aber einzeln gegessen.</p>
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Kimchi ist in der koreanischen Küche vielseitig einsetzbar: Als Bestandteil einer Suppe, zusammen mit Tofu oder Fleisch oder aber einzeln gegessen.

 

Südkorea gegen Deutschland: Mittwoch, 27. Juni, 16 Uhr

Südkorea ist für seine feurig-scharfe und würzige Küche bekannt. Ein wichtiger Bestandteil ist Kimchi: Verschiedene Gemüsearten - meist Chinakohl, aber auch Möhren oder Rettich - werden durch Milchsäuregärung zubereitet und mit Knoblauch, Paprika, Chili und Ingwer gewürzt. Von der Herstellungsweise ist es das Koreanische Pendant zum deutschen Sauerkraut. Grillen auf Koreanisch findet drinnen statt: Auf einem Tischgrill werden hauchdünn geschnittenes Rindfleisch, Rippchen, Schweinebauch, Fisch und Gemüse zubereitet. Dazu reicht man scharfe Soßen und verschiedene Beilagen („Banchan“), wie beispielsweise Sojabohnen in Sesamöl, blanchierter Spinat und eingelegte Zwiebeln. Es existiert ebenfalls eine koreanische Variante des Sushis. Bei „Gimbap“ wird statt rohem Fisch, mariniertes Fleisch verarbeitet und in Seetang gewickelt. „Bibimbap“ klingt ähnlich, ist aber eine Reisschale mit verschiedenen Toppings: Rindfleisch, Spiegelei, unterschiedlichen Gemüsearten und würziger Soße. Hierbei braucht man nicht mit Stäbchen umgehen können, denn Koreaner essen Reis mit dem Löffel. Wer beim Essen schmatzt und schlürft, zeigt, dass es ihm schmeckt.

(mit Material von Bundeszentrum für Ernährung)

 
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