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Japanischer Grenzgänger - Der Suzuki Grand Vitara

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Berlin (dpa/tmn) - Für manche ist er ein Geländewagen mit Allradantrieb, für andere ein Alltagsauto mit guter Rundumsicht: der Suzuki Grand Vitara. Der Hersteller vermarktet das Modell als City-SUV mit Offroad-Kompetenzen. Auch technisch geht der Japaner Kompromisse ein.

Berlin (dpa/tmn) - Für manche ist er ein Geländewagen mit Allradantrieb, für andere ein Alltagsauto mit guter Rundumsicht: der Suzuki Grand Vitara. Der Hersteller vermarktet das Modell als City-SUV mit Offroad-Kompetenzen. Auch technisch geht der Japaner Kompromisse ein.

Der Grand Vitara gehört «nicht zu den solidesten Autos unter der Sonne», ist im «TÜV Report 2013» über den Suzuki zu lesen. Probleme mache zum Beispiel Rost: Ab dem vierten Jahr sei damit zu rechnen. Außerdem sei der Ölverlust überdurchschnittlich hoch. Und die Wirkung der Bremse lasse an der Hinterachse schon bei dreijährigen Exemplaren recht stark nach. Zu den Marotten des Vorgängers Vitara zählen laut dem ADAC bis zum Baujahr 1994 blockierte Wegfahrsperren, hinzu kämen durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen. Mit Blick auf die Pannenhäufigkeit bescheinigt der Automobilclub dem SUV dennoch eine recht hohe Zuverlässigkeit.

1988 fiel der Startschuss für den Suzuki Vitara. Zunächst kam der Wagen, dem allgemein tatsächlich recht gute Geländeeigenschaften nachgesagt werden, als dreitüriger Benziner auf den Markt. Später erschien eine Version mit längerem Radstand. 1998 taufte Suzuki die neue Generation des kompakten Geländewagens in Grand Vitara um. 2004 brachte ein Facelift eine leicht überarbeitete Frontpartie. Seit 2005 ist die dritte Auflage auf dem Markt. Die offene Variante mit Softtop wurde zuletzt 2003 angeboten. Ende 2012 gab es ein Facelift, das kleinere Designänderungen an Kühlergrill und Frontstoßstange sowie im Innenraum brachte.

Je nach Baujahr verfügt der (Grand) Vitara über zuschaltbaren oder permanenten Allradantrieb. Die Bandbreite der im Laufe der Jahre angebotenen Benzinmotoren ist recht hoch: Je nach Version leisten die Maschinen 59 kW/80 PS bis 171 KW/232 PS, die sie aus Hubräumen von 1,6 bis 3,2 Litern schöpfen. Bei den Selbstzündern ist das Angebot dünner: Ein erster Diesel wurde in Deutschland 1996 ins Angebot genommen, 2005 gab es mit dem Generationenwechsel einen neuen Selbstzünder mit 1,9 Litern und 95 kW/129 PS.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt wird ein Grand Vitara 1.9 DDiS Comfort DPF mit 95 kW/129 PS starkem Selbstzünder von 2008 für rund 11 300 Euro gehandelt. Diesen Preis nennt die Schwacke-Liste und legt dabei eine Laufleistung von 92 800 Kilometern zugrunde. Als jüngerer Benziner steht der Grand Vitara 2.4 Comfort mit 124 kW/169 PS von 2011 für 16 895 Euro in der Liste (34 800 Kilometer). Freunde des Fahrtwindes sollten für ein Grand Vitara Cabrio 2.0 mit 94 kW/128 PS von 2002 rund 4350 Euro einplanen (136 000 Kilometer).

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erstellt am 16.Aug.2013 | 11:33 Uhr

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