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Autoverkehr zum Ferienstart : Gewusst wie: eine Rettungsgasse richtig bilden

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Wenn es zum Start der Sommerferien voll wird auf den Straßen, sind Staus an der Tagesordnung. Rettungsgassen zu bilden ist dabei unverzichtbar.

Es passiert immer wieder: Rettungskräfte werden auf dem Weg zum Einsatz auf der Straße massiv behindert. Neben Gaffen, Fotografieren, Filmen oder auch Verfolgen von Rettungsfahrzeugen ist der häufigste Grund, warum Autofahrer im Stau keine Rettungsgasse bilden, dass sie schlichtweg nicht wissen, wie es geht. Dabei sollte jeder Autofahrer wissen, wie man sich im Staufall auf mehrspurigen Straßen korrekt verhält. Denn jede Sekunde, in der die Rettungskräfte schneller an der Unfallstelle sind, erhöht die Überlebenschance der Verletzten.

Die Faustformel ist leicht zu merken: „Staut sich der Verkehr auf mehrspurigen Straßen, fahren die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links, alle anderen nach rechts, sodass sich zwischen der linken und der Spur rechts daneben eine ausreichend große, durchgängige Gasse bildet“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD. Das gilt übrigens für alle Fahrzeuge, auch für Motorräder und Lkws.

So funktioniert die Rettungsgasse. Grafik:
So funktioniert die Rettungsgasse. Grafik: Foto: dpa-infografik
 

Zweispurige Straße: Staut sich der Verkehr, sollte man Abstand zu den übrigen Verkehrsteilnehmern halten, auch wenn dicht aufgefahren wird. Fahrzeuge auf der linken Spur fahren an den linken Fahrbahnrand. Fahrer auf der rechten Spur fahren nach rechts. Dabei gilt es, ausreichend Abstand zu den Leitplanken halten, damit notfalls die Fahrzeugtür noch geöffnet werden kann. 

Dreispurige Straße: Stockt der Verkehrsfluss, sollte auch hier Abstand gehalten werden. Auf drei Spuren lenken Fahrer auf der linken Spur ebenfalls an den linken Fahrbahnrand, sodass zwischen der linken und der mittleren Spur eine ausreichend große Gasse entsteht. Fahrzeuge auf der rechten Spur weichen nach rechts aus.

Gasse halten: Die Versuchung scheint groß zu sein: Sind die Rettungsfahrzeuge vorbei, wird die Gasse von vielen aufgelöst, obwohl weitere Fahrzeuge folgen könnten. Andere nutzen sie sogar, um direkt hinter den Rettungskräften schneller voranzukommen. Das ist nicht nur rücksichtslos gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern, sondern eine grobe Verkehrsgefährdung, die weitere Unfälle verursachen kann.

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erstellt am 21.Jul.2017 | 04:30 Uhr

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