Start in die Campingsaison : Frühjahrsputz für das Wohnmobil - das ist zu beachten

<p>Die schöne Aussicht lässt sich dann am besten genießen, wenn man weiß, dass der eigene Wohnwagen optimal für einen Urlausbstrip vorbereitet und ausgerüstet ist.</p>

Die schöne Aussicht lässt sich dann am besten genießen, wenn man weiß, dass der eigene Wohnwagen optimal für einen Urlausbstrip vorbereitet und ausgerüstet ist.

Ob Wochenendtrip oder mehrwöchige Urlaubsreise: Wer das Mobil auf Rädern zu seinem Zuhause macht, sollte es vorher fit machen.

shz.de von
03. Mai 2018, 04:29 Uhr

Mit den wärmeren Temperaturen ist auch die Wohmobilsaison wieder eröffnet. Die wichtigsten Tipps für den Start in der Übersicht:

Handwäsche statt Lkw-Waschstraße

Um die Waschanlagen und Waschstraßen für Lkws machen die meisten Wohmobilfahrer einen großen Bogen. Grund dafür sind die Bürsten, die oft grob sind und mit hohem Tempo über den Lack flitzen. Auch das eingesetzte Reinigungsmittel ist manchem Camper zu scharf. Wer also lieber vorsichtig ist und sein Wohmobil händisch wäscht, sollte nach dem Prinzip „von oben nach unten“ vorgehen.

Mit dem Hochdruckreiniger groben Schmutz entfernen

Bei der Vorwäsche kann man den Dampfstrahler zur Hand nehmen - und sollte dabei vorsichtig sein mit Lüftungsschlitzen. Insbesondere am Kühlschrank und an den Fensterdichtungen ist die Gefahr groß, dass Wasser eindringt. Als Reinigungszubehör empfehlen sich weiche Schwämme und Mikrofasertücher. Diese sind besonders schonend und schützen zugleich mögliche Beklebungen und das Acrylglas.

Wohmobile, die ihre Winterpause nicht in der Garage verbracht haben sondern draußen, sollten extra gründlich gereinigt werden. Insbesondere auf mögliche Feuchtigkeitsschäden, speziell im Aufbau, ist hierbei zu achten: Sind alle Dichtungen und Dichtfugen unbeschädigt?

Den Innenraum auf Vordermann bringen

Unkomplizierter ist die Reinigung des Innenraums: Den Boden, die Polster und ihre Ritzen, Ablagefächer und andere Flächen kann man einfach mit dem Staubsauger absaugen. Mit Wasser sollte eher sparsam umgegangen werden, damit Polster und Textilien nicht muffig oder gar schimmelig werden. Um Feuchtigkeit zu vermeiden gilt ohnehin: Schon beim Putzen sollten die Fenster und Türen des Wohnmobils geöffnet werden.

Die Wasseranlage reinigen

Die Wasseranlage zu säubern, gehört zu den wichtigsten Maßnahmen. Direkt nach dem Urlaub sowie einige Zeit später, wenn es erneut auf große Reise gehen soll, muss die Anlage durchgespült und mit Reinigungsmitteln aus dem Fachhandel gegen Bakterien und Algenbildung desinfiziert werden. Die Wassertanks sollte man erst kurz vor der Fahrt auffüllen. Empfehlenswert ist außerdem, die Anlage regelmäßig zu entkalken und die Funktionalität der Wasserhähne zu überprüfen.

Dauercamper an der Ostsee hatten gegen die Steuer geklagt. (Symbolfoto)
dpa

Unterwegs sein, Orte entdecken oder am Lieblingscampingplatz die Ruhe genießen - wer einmal campen war und Gefallen daran gefunden hat, ist meist „Wiederholungstäter“.

Nicht vergessen: Kühlschrank und Gasanlage

Es passiert den Besten: Eier, Milch, Ketchup und Frischkäse bleiben länger im Wohnwagen als beabsichtigt. Um sich vor Schimmel und unangenehmen Gerüchen zu schützen, sollte jedoch gerade der Kühlschrank nicht in Vergessenheit geraten. Dazu zählt auch, die Lüftungsgitter regelmäßig von Staub und Ablagerungen zu reinigen.

Unbedingt geprüft werden sollte außerdem die Gasanlage. Dazu schließt man die Gasflasche wieder an und checkt alle Gasverbraucher wie Kocher, Heizung und Warmwasserboiler. Größere Fahrzeugmodelle haben oft noch eine Ersatzflasche an Bord. Hier gilt es, den Füllstand im Auge zu behalten.

Putzen und aufräumen

Um noch einmal zu den unangenehmen Gerüchen zurückzukommen: Nicht zu vernachlässigen ist auch die Schiebedichtung zwischen Toilettenschüssel und Kassette. Die Kassette selbst ist hoffentlich schon längst mit Spezialmitteln gereinigt worden. Für guten Duft sollten außerdem Toilettenzusätze mit an Bord sein.

Checkliste für die Prüfung weiterer Elemente

  • Licht: Scheinwerfer, Brems- und Rückleuchten. Außerdem sollte unbedingt gecheckt werden, ob die Blinker noch intakt sind.
  • Flüssigkeiten: Bremsflüssigkeit, Kühlmittel, Öl und Wischwasser
  • Batterie auf Funktionsfähigkeit prüfen
  • Bremsen: Fußbremse und Feststellbremse bzw. Handbremsen. Bei Wohnanhängern ist auf die Anlaufbremsen und Seilzüge zu achten.
  • Reifen: Ein Profil von 1,6 Millimeter ist Pflicht. Fachleute empfehlen bei Sommerreifen aber mindestens 3 Millimeter. Reifen können laut Bundesverband Reifenhandel schneller altern, wenn sie länger stehen. Eine verhärtete Gummimischung kann sich sogar negativ auf den Bremsweg auswirken.
  • Standardausrüstung: An wichtiges Equipment denken - z.B. ein langer Wasserschlauch, verschiedene Anschlussadapter, Kabeltrommel, Auffahrkeile, Campingmöbel und Vorzelt. Unnötiger Ballast hingegen, vor allem wenn er schwer wiegt, sollte nicht mit an Bord kommen.

(Mit dpa)
 

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