Anzeige : Frisch aus der Emil Frey Küstengarage: So fährt sich der neue ID.3 – Testberichte

Ob der ID.3 der Käfer des Elektrozeitalters wird? Fahren tut er sich jedenfalls gut.
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Ob der ID.3 der Käfer des Elektrozeitalters wird? Fahren tut er sich jedenfalls gut, resümiert Autor Philipp Aissen

Ein Stromer für die Massen? Die Emil Frey Küstengarage lud zu einer Probefahrt mit dem Elektroauto von Volkswagen ein.

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23. Oktober 2020, 00:01 Uhr

Der ID.3 ist das erste von Volkswagen als reines E-Fahrzeug gebaute Modell. Mit massentauglichem Preis und staatlicher Förderung soll das Auto so etwas wie ein Käfer für das Elektro-Zeitalter werden. Doch wie fährt sich der neue Stromer aus Wolfsburg? Die Emil Frey Küstengarage lud Journalisten und Interessierte zur Probefahrt ein. Treffpunkt war der Flugplatz in Schachtholm bei Rendsburg.

Viel Platz für Passagiere und effizientes Fahren

Schnittig sieht er ja aus, der ID.3. Die großen 19-Zoll-Alufelgen haben aber nichts mit Bling-Bling zu tun, vielmehr sollen sie Unebenheiten „wegbügeln“. Zu dem Komfort-Gedanken passen auch die rollwiderstandsoptimierten Reifen und der lange Radstand. „2.77 Meter ist schon eine Ansage. Nicht umsonst heißt es ja: Länge läuft“, sagt Instruktor Waldemar Frey und führt seine geneigten Zuhörer um das Auto.

Der VW ID.3 wurde am Testwochenende von so manchem Passant bewundert.
Lars Goerke

Der VW ID.3 wurde am Testwochenende von so manchem Passant bewundert.

 

Überraschend geräumig wirkt der Innenraum. Mit 385 Litern ist der ID.3 auf Golf-Niveau. Im Fonds bietet er so viel Beinfreiheit wie ein Passat. Da Elektroautos ohne Kardanwelle auskommen, fehlt der Mitteltunnel und es gibt mehr Platz für die Passagiere.

Die Dauersorge Reichweite scheint für den neuen Wolfsburger kein Thema mehr zu sein. Mit mittlerem Akku soll es der ID.3 unter Realbedingungen auf 420 Kilometer bringen. Über die CCS-Schnellladestationen, die es mittlerweile überall entlang der Autobahn gibt, lassen sich binnen 30 Minuten 290 Kilometer „nachtanken“. Zu Hause kann man den Akku an einer Wallbox oder einer normalen Steckdose laden. Für letztere Option sollte man allerdings ein wenig Zeit einplanen. Rund 29 Stunden dauert der Ladevorgang per mitgeliefertem Kabel.

Doch genug der Theorie. Nach einer kurzen Einweisung dürfen wir endlich selber fahren. Sitz und Lenkrad einstellen und los geht’s. In einer Kolonne von vier Fahrzeugen verlassen wir langsam den Parkplatz und biegen auf die Landstraße ab. Um Passanten oder Radfahrer auf den ansonsten lautlosen Gleiter aufmerksam zu machen, ertönen bis 30 Km/h akustische Fahrgeräusche. Bei höheren Geschwindigkeiten übernehmen das die natürlichen Abrollgeräusche.

Schwereloser Spaß – so fährt es sich

Das Cockpit wirkt aufgeräumt. Auf dem großen Display werden von Komfort über Eco bis Sport drei Fahrmodi angezeigt – unnötig zu erwähnen, für welchen wir uns entscheiden. Ein beherzter Tritt aufs Gaspedal meißelt dem Testfahrer sofort ein fettes Grinsen ins Gesicht. Der zwischen Vorder- und Hinterachse verbaute Akku sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt. Das Auto liegt satt auf der Straße. Laut VW schafft der ID.3 in der von uns gefahrenen 204 PS-Version den Sprint von 0 auf 100 in knapp über 7 Sekunden und liegt damit auf Golf GTI-Niveau.

Für Beschleunigungsorgien ist es heute allerdings zu regnerisch. Die gemäßigte Fahrweise gibt uns die Gelegenheit, die schöne Landschaft entlang des Nord-Ostsee-Kanals zu genießen, und uns mit den zahlreichen Assistenzsystemen wie dem Abstandsregelautomaten vertraut zu machen.

Nimmt man den Fuß von „Gaspedal“, fliegt der ID.3 in der Stufe D beinahe schwerelos über den Asphalt. Die Rekuperationsstufe B eignet sich dagegen für den Stadtverkehr. Hört man auf, „Gas“ zu geben, wird das Auto langsamer und kann so rund 2/3 der Bewegungsenergie zurückgewinnen. Das Energiesparendste ist es natürlich, wenn so wenig gebremst oder rekuperiert wird wie möglich. Nach einer guten halben Stunde kehrt die Vierer-Kolonne auf den Parkplatz zurück. Ob der ID.3 das Zeug zum Käfer-Nachfolger hat, wird sich zeigen. Die Ausfahrt hat auf jeden Fall gezeigt, dass die Entscheidung zugunsten eines grünen Antriebs nicht nur vernünftig ist, sondern auch richtig Spaß machen kann.

Gewinner und Testfahrer Lars Goerke berichtet

Lars Goerke ist einer der Gewinner und hat den VW ID.3 ehrlich bewertet.
Privat

Lars Goerke ist einer der Gewinner und hat den VW ID.3 ehrlich bewertet.

 

Caddy Family – zurück in die Zukunft

Tausche Caddy BJ 2010 und Polo BJ 2003 gegen den neuen Stromer ID.3 BJ 2020. Eigentlich auch nur ein Auto. Vorweg, ich bin kein Techniker und beschreibe deshalb mehr die Wirkung des Autos auf mich und die Familie. Herr Treichelt von der Emil Frey Küstengarage erläuterte ausgiebig die Funktion der wichtigsten Knöpfe und Lampen des Autos. Ich stieg allerdings schon nach der Automatik an der Lenkrad-Säule aus. „Auf D und los geht es!“ – Blinker und Licht liegen an bekannter Stelle.

Alles an seinem Platz

Schon beim Einsteigen bekomme ich ein Gefühl von „hier hat alles seinen Platz und es herrscht ein Hauch von Luxus“. Die Wahl der Innenraum-Materialien überzeugt. Das sich das Auto in Bewegung setzt, ohne Schlüssel im Schloss, ist ein kleines Wunder. Die stufenlose Automatik lässt das Auto schweben. Alles geschieht nahezu geräuschlos. Der Flux-Kompensator leistet hervorragende Arbeit. Ab geht es auf die B5 Richtung Leck zur Dänischen Schule.

Bei Tempo 90 fährt das Auto wie auf Schienen. Überholen geht sehr zügig. 204 PS schieben anders als 102 im Caddy. Gewöhnungsbedürftig sind die ganzen technischen Helferlein. Im Display tauchen Geschwindigkeit und Verkehrszeichen auf. Fahre ich zu weit rechts, so greift mir jemand ins Lenkrad. Kenne ich alles nicht. Zuerst lenkt es noch ab, dann gewöhne ich mich nach und nach. Mein Lieblingssender RSH lässt sich per Sprache einstellen, auch klasse und tolle Klangqualität.

Ein gläserner Dachhimmel

In Leck angekommen ist Mark, unser Schul-Hausmeister, gleich zur Stelle. „Was für ein geiles Auto!“ Motorhaube und Kofferraum auf und schon schwelgt er in Fachwissen. Eigentlich hätte er das Auto gewinnen sollen. Weiter geht es über die B199 nach Flensburg zum Skoleforeningen. Ein Wechsel von Schnellfahrten, Dorf und Stadt. Der ID.3 schwebt dahin und es macht einfach nur Spaß. Ab und zu schaue ich schon mal auf die Batterie. Viel passiert dort noch nicht.

Am Nachmittag sitzen die Töchter mit im Auto. Das Coolste ist der gläserne Dachhimmel und natürlich die Handy-Lademöglichkeiten. Beiden ist der ID.3 zu klein. „Damit können wir ja gar nicht zu viert mit Hund in den Urlaub fahren“ – wo sie Recht haben...kurz noch einen Zwischenhalt in Haselund – Einkauf – da wird das Auto schon mal von den anderen Kunden angeschaut.

Tanken mit Hindernissen

Zurück in Husum geht es zum Theo, unserer Shopping Mall. Die Einfahrt in das Parkhaus war klasse. Tolles Licht, geht automatisch an und das rückwärts einparken klappt dank Kamera perfekt. Trotzdem schaue ich über die Schulter. Ich stehe auf einem E-Auto-Parkplatz. Toll, da tanke ich auf! Pustekuchen, entweder mit Kundenkarte oder teuer per Handy.Eine Idee wäre ja, die Parkkarte zur Abrechnung zu nutzen. Also, das wurde nichts, Strom hat das Auto auch noch genügend. Ab nach Hause – Feierabend.

Der zweite Tag mit E-Auto

Der Samstag startet schon entspannter. Rein ins Auto, Schalter auf D und los. Es geht rein nach Husum und durch die Stadt. Vom Caddy bin ich eine laute und ruckelige Tour gewohnt. Ganz anders mit dem ID.3. Leise und fast schwebend fährt er. Am Nachmittag wird das Ladevolumen geprüft. Es geht mit unserem Hund in den Immenstedter Forst. Die Sitze werden umgeklappt, Decken rein und darauf die Hundebox. Alles hat Platz und Amy fühlt sich sichtlich wohl.

Am Sonntag geht es dann nach Viöl zum Familienbesuch. Unterwegs müssen drei landwirtschaftliche Gespanne überholt werden – kein Problem und schnell gemacht. Da meldet sich die Batterie. Sie möchte doch gerne schnell an den Strom.Das ist ein Diskussionspunkt der letzten Tage. Eigentlich wollten wir am Sonntag nach Hamburg. Meine Frau wollte nicht mit dem ID.3 fahren. Das Problem liegt an der fehlenden Lademöglichkeit. Wir sollten eigentlich mitten in Altona jemanden besuchen. Lademöglichkeiten gab es wohl nur sporadisch und es hätte Zeit gekostet. Etwa vier Stunden hätte es wohl gebraucht, um nachzuladen. Wir fuhren gar nicht, es ergab sich nicht. Meiner Ansicht nach ist die Ladeversorgung die Achillesferse eines jeden E -Mobils.

Fazit

Als Dienstwagen könnte ich mir den ID.3 gut vorstellen – Vielfahrer. Als Reisemobil für uns oder mit Langstrecken zwecks Familienanbindung eher wenig. Hinzu kommt das Platzproblem. Die Ausstattung des ID.3 ist aus meiner Sicht tadellos. Mit Ladesäule in der eigenen Garage und geregeltem Nachhausekommen ist es das perfekte Auto. Mit besten Grüßen und großem Dank, Lars Goerke.

Kontakt

Emil Frey Küstengarage GmbH

Die Emil Frey Küstengarage vertreibt die Marken Volkswagen, SEAT, CUPRA, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge, bietet einen breiten Kundenservice an und hat ein Karosserie- und Lackierzentrum.

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