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Der Kurze kann es fast noch besser

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Range Rover Sport erscheint am 20. September in zweiter Generation mit 420 Kilo weniger Gewicht

Geländewagen | Bereits in der Vorgänger-Generation hatte der Range Rover einen Sport-Ableger - kürzer, schlichter und günstiger. Nun bekommt der zu Jahresbeginn neu aufgelegte Luxus-Liner wieder Verwandtschaft, die enger ausfällt als beim bisher vom Discovery abgeleiteten Modell Sport. Der neue "kleine" Range Rover teilt mit dem großen Bruder die technische Basis, fast alle Fähigkeiten und ein Flair, wie es nur britischer Offroad-Adel verströmt. Den Sport könnte man als Vernunftentscheidung empfehlen. Der Verzicht auf 14 Zentimeter Range Rover erspart fast 30 000 Euro und bringt spürbaren Gewinn an Fahrdynamik. Ein Schnäppchen ist der Sport dennoch nicht: Die Preise starten bei 59 600 Euro, Top-Motorisierungen und -Ausstattungen kosten locker sechsstellig.

75 Prozent der Teile wurden für den Sport neu entwickelt. Optisch unterscheidet er sich vom großen Range Rover durch eine schneidig abfallende Dachlinie, dazu ist er fünf Zentimeter niedriger. Keine Sorge: Auf das großzügige Raumgefühl im mit Leder, Holz und Alu dekorierten Inneren und auf die Kopffreiheit wirkt sich dies kaum aus. Dank 18 Zentimetern mehr Radstand als beim Vorgänger genießen Passagiere im Fond mehr Komfort. Auf Wunsch gibt es sogar zwei zusätzliche Plätze für Kinder in dritter Reihe. Der Laderaum mit 784 bis 1761 Litern Volumen dürfte den meisten Transportbedürfnissen genügen. Der Sport will aber vor allem Fahrvergnügen bieten, das über den Genuss von Luxus im großen Range Rover hinausgeht.

Leichtbau-Plattform und Aluminium-Karosserie wiegen satte 420 Kilo weniger als bisher. Neue elektronische Systeme wirken der Wankneigung in Kurven entgegen und lenken das Antriebsmoment an die Räder mit dem besten Grip. Resultat dieser Maßnahmen ist eine erstaunliche Agilität. Plötzlich mag ein Range Rover wirklich Kurven, lässt sich mit dem kleinen Lenkrad und elektrischer Servounterstützung zackig durch eine Pylonengasse wedeln, ohne ins Schaukeln zu geraten.

Schon der 3,0-Liter-Turbodiesel mit 258 PS bewegt den immerhin noch 2,1 Tonnen schweren Range Rover Sport souverän und beschleunigt in 7,6 Sekunden auf Tempo 100. Eine weitere Ausbaustufe dieses Sechszylinders leistet 292 PS, doch entscheidender ist das beiden gemeinsame Drehmoment von 600 Nm, das für gehörigen Wumms sorgt. Der Normverbrauch fällt mit 7,3 und 7,5 Litern Diesel sozialverträglich aus.

Der Motorsound im Sport ist kerniger und präsenter als im großen Range, ganz besonders beim 5,0-Liter-Benziner mit 510 PS. Fettes V8-Röhren schießt aus den Endrohren, wenn die volle Leistung abgerufen wird. Die mächtige Fuhre springt geradezu nach vorn. Aber solche Kapriolen widersprechen eher dem Gesamtcharakter des Nobelbriten, der Spritkonsum (Norm 12,8 Liter) spottet dann natürlich auch jeder Beschreibung.

Die Kraft wird stets von einer Achtstufenautomatik verwaltet, die per Schaltknauf anstelle des im großen Range üblichen Drehknopfes bedient wird. Jegliches Geläuf meistert der Sport mit Bravour. Das "Terrain-Response-2"-System nimmt ambitionierten Geländegängern den Großteil der Arbeit ab und findet automatisch den passenden Modus für Stock und Stein. Auch nasse Füße scheut der Sport nicht, wie ein einzigartiger Wassertiefenmesser belegt. Bis zu 85 Zentimeter tiefe Furten kann der Brite durchwaten. Groß ist die Auswahl an Ausstattungs- und Individualisierungsmöglichkeiten: Vom WLAN-Hotspot über die Surround-Kamera bis hin zu zahlreichen Assistenzsystemen wird vieles geboten, was die Fahrt kommoder und leichter macht.

Fazit: Ein Alleskönner - Reisewagen, Familientransporter, Offroad-Wühler und Sportkamerad für den fahrdynamisch orientierten Lenker.

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erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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