VW Golf 3 : Christine Wolff, Flensburg

Der schwarze VW Golf 3 von Christine Wolff
Der schwarze VW Golf 3 von Christine Wolff

"Mäuschen", "Golfi" oder "Sabi". Viele Autobesitzer geben ihrem erstem Schmuckstück einen Namen. Mein erstes Auto hatte keinen. Die Bindung war eng - aber nicht emotional.

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04. November 2007, 05:43 Uhr

"Dein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, sieh das mal nicht so eng, wenn ich hier ein bisschen kleckere", brachte mich dennoch auf die Palme. Mit 18 Jahren war ich stolze Besitzerin eines schwarzen Golfs 3. Neuneinhalb Jahre später trennte ich mich schweren Herzens von dem guten Stück. Viel haben wir zusammen erlebt. Lange Nächte, kleine Unfälle und viele viele Strafzettel galt es zusammen durch zu stehen. Und auch das eine Jahr in der Stadt Köln mit einem "D" auf dem Kennzeichen haben wir gut überstanden. Ach ja und die erste Fahrt in ein mehrgeschossiges enges Parkhaus war eine Erfahrung für sich. Doch immer konnte ich mich auf mein treues Gefährt verlassen in den Alpen wie im Süden.
Sprüche wie "Willst du dir nicht mal breitere Schluppen zulegen oder die Rückbank mit Boxen aufmöbeln" überhörten wir geflissentlich. Manchmal ist das Schlichte eben einfach am schönsten. Nachdem ein Polizeibeamter mich fragte, ob ich in dem Auto denn leben würde so wie meine Rückbank aussähe, habe ich auch mehr Wert auf Ordnung im geräumigen Innenraum gelegt. Geräumig war der Wagen ja - doch die Nächte zu viert vergessen auch die jungen Gelenke nicht so schnell. Ein Wermutstropfen bleibt mir aber immer in Erinnerung: Kurz vor meinem Wegzug aus der Stadt, kratzte mir jemand die Seite total kaputt. Bis heute ist es zu sehen und stört das Auge.

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