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Nach Herzstillstand bei Rennen : Zweiter belgischer Radprofi Daan Myngheer gestorben

vom
Aus der Onlineredaktion

Nach einem Zusammenbruch beim Rennen starb Myngheer nun in einem Krankenhaus. Er ist der Zweite innerhalb weniger Tage.

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 08:39 Uhr

Ajaccio | Der belgische Radprofi Daan Myngheer ist zwei Tage nach seinem Herzstillstand beim Rennen Critérium International gestorben. Der 22 Jahre alte Sportler des französischen Zweitliga-Teams Roubaix ML starb am Montagabend im Krankenhaus von Ajaccio auf Korsika, wie der Rennstall in der Nacht zum Dienstag auf seiner Facebook-Seite mitteilte.

Immer wieder kommt es unter jungen Profisportlern zu Herzversagen mit Todesfolge - häufig im Radsport. Und erst am Sonntag war ein Fahrer beim Frühjahrs-Klassiker Gent-Wevelgem tödlich verletzt worden. Der Unfall mit einem Motorrad löste erneut Diskussionen um die Sicherheit bei Radrennen aus.

Mit Daan Myngheer hat der belgische Radsport binnen kurzer Zeit zwei Profis verloren: Am Osterwochenende war bereits der 25 Jahre alte Sprinter Antoine Demoitié nach einer Kollision mit einem Begleitmotorrad beim Frühjahrs-Klassiker Gent-Wevelgem an seinen Verletzungen gestorben.

Zum Tod Myngheers schrieb sein Rennstall: „Er hat sein letztes Rennen verloren, nachdem er gekämpft hat wie ein Champion.“ Der junge Belgier sei im Beisein seiner Familie und Lebensgefährtin gestorben. Die Nachricht von seinem Tod veröffentlichte das Team bei Facebook.

C'est avec une grande émotion,que nous vous faisons part du décès de Daan.Il a perdu sa dernière course après avoir...

Posted by Roubaix Lille Metropole Team Cycliste on  Montag, 28. März 2016

Myngheer sei um 19.08 Uhr am Ostermontag gestorben, teilte sein Rennstall mit. Seine Familie und seine Lebensgefährtin seien bei ihm gewesen. Um anderen noch das Leben zu retten, soll er Medienberichten zufolge, wie auch Demoitié, verfügt haben, seine Organe zu spenden.

Etwa 25 Kilometer vor dem Ziel des Rennens auf Korsika hatte Myngheer am Sonnabend nach Aussagen seiner Teamkollegen über Unwohlsein geklagt und sich aus einem abgeschlagenen Fahrerfeld zurückfallen lassen. Als er anhielt, brach er zusammen und musste vom medizinischen Dienst reanimiert werden. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein. Am Samstag waren die Teamfahrzeuge und die Hotelzimmer von der Polizei durchsucht worden.

Myngheer fuhr im vergangenen Jahr noch für das Verandas Willems Cycling Team, ehe er zu Roubaix Lille Métropole wechselte. „Wieder ein tragischer Verlust“, twitterte der britische Sprinterstar Mark Cavendish und schrieb von „schrecklichen“ Tagen. „Schwarzes Oster-Wochenende“, twitterte das Team Katusha.

Am Tag des Beginns der „Drei Tage von Panne“ hielt der Radsport erst einmal inne. Die Verantwortlichen von Demoitiés Rennstall Wanty-Groupe Gobert sagten die Teilnahme an dem Rennen ab. Am Sonntag war ihr Fahrer beim Frühjahrs-Klassiker Gent-Wevelgem tödlich verletzt worden. Der Unfall mit einem Motorrad löste erneut Diskussionen um die Sicherheit bei Radrennen aus.

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