Relegation zur 3. Liga : Wirbel um Becherwurf: DFB-Vize am Kopf getroffen

<p>Die Spieler von 1860 München feiern ihren doppelten Torschützen Sascha Mölders. Im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Saarbrücken in Völklingen erspielten sich die Sechziger durch das 3:2 eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel. </p>

Die Spieler von 1860 München feiern ihren doppelten Torschützen Sascha Mölders. Im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Saarbrücken in Völklingen erspielten sich die Sechziger durch das 3:2 eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel.

In den Relegations-Hinspielen zur 3. Liga haben sich 1860, Cottbus und Uerdingen eine gute Ausgangsposition erkämpft.

shz.de von
25. Mai 2018, 10:30 Uhr

Nach den Hinspielen um den Aufstieg in die 3. Liga haben sich der TSV 1860 München, Energie Cottbus und der KFC Uerdingen eine gute Ausgangsposition für die Rückspiele am kommenden Sonntag (14 Uhr) erkämpft. Besonders emotional war die Partie der Münchner Löwen gegen den 1. FC Saarbrücken. Auf der Tribüne wurde der DFB-Vizepräsident Rainer Koch von einem Bier-Becher am Kopf getroffen. Die Polizei konnte den Werfer identifizieren. Außerdem wurde ein Sechszig-Spieler von einem Saarbrücker angespuckt. In Kiel blieb es beim Duell zwischen Weiche Flensburg und Energie Cottbus ruhig. Die Fans der Lausitzer fackelten erst nach Spielende Pyros ab. Zu den befürchteten Ausschreitungen kam es nicht. 

SC Weiche Flensburg - Energie Cottbus 2:3

Der FC Energie Cottbus steht dicht vor dem Aufstieg in die 3. Liga, Nord-Meister SC Weiche Flensburg hingegen muss schon nach dem Relegations-Hinspiel auf ein Wunder hoffen. Die gastgebende Mannschaft von Trainer Daniel Jurgeleit unterlag am Donnerstag im Kieler Holstein-Stadion den Cottbusern mit 2:3 (0:3). Streli Mamba (15. Minute) brachte Energie in Führung, die Maximilian Zimmer mit einem Doppelpack (28./37.) ausbaute. Nach der Pause trafen Christian Jürgensen (68.) und René Guder (90.) für Weiche. 

 „Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht“, kommentierte Jurgeleit die Niederlage. „Die Antwort war in der zweiten Hälfte aber okay. Was das für das Rückspiel bedeutet, wird man sehen – wir haben nichts zu verlieren.“

<p>Erst nach dem 3:2-Auswärtssieg in Kiel gegen Weiche Flensburg fackelten die Cottbus-Fans Pyros ab. Es blieb aber weitestgehend ruhig im Holstein-Stadion. </p>
imago/Beautiful Sports

Erst nach dem 3:2-Auswärtssieg in Kiel gegen Weiche Flensburg fackelten die Cottbus-Fans Pyros ab. Es blieb aber weitestgehend ruhig im Holstein-Stadion.

Die 4000 mitgereisten Cottbuser Fans unter den rund 5000 Besuchern verließen unter „Nie mehr 4. Liga“-Gesängen das Holstein-Stadion. Zuvor hatten sie lange Einlasskontrollen über sich ergehen lassen müssen und kamen nur mit Personalausweis ins Stadion. Außerdem wurden Sitzplatzkarten und Blöcke umgetauscht, damit die Energie-Anhänger nicht mit anderen Fans zusammen trafen. Dies gehörte zu einem Sicherheitskonzept, das erst 24 Stunden vor dem Spiel beschlossen wurde. Andernfalls hätte die Partie abgesagt werden müssen. Im Stadion blieb die Lage dann weitestgehend ruhig, erst nach dem Schlusspfiff zündeten einige Anhänger Pyrotechnik.

1. FC Saarbrücken - 1860 München 2:3
Regionalliga-Bayern-Meister 1860 München hat das Hinspiel in der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga gegen den 1. FC Saarbrücken 3:2 (1:1) gewonnen. In Überzahl mussten die Löwen am Donnerstag zwar zweimal den Ausgleich hinnehmen, kamen durch den zweiten Treffer von Sascha Mölders (84. Minute) am Ende aber dennoch zum wichtigen Auswärtssieg. 

Mölders (1. Minute) und Nico Karger (47.) hatten die Gäste jeweils früh in den beiden Halbzeiten in Führung gebracht. Tobias Jänicke (44.) und Patrick Schmidt (75.) sorgten vor 6800 Fans im ausverkauften Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen für den Ausgleich der Gastgeber. Saarbrückens Kevin Behrens hatte in der 25. Minute für ein Foul die Rote Karte gesehen.

Stimmen zum Spiel

Saarbrücken kämpfte sich nach den Gegentoren immer wieder gut zurück in die Partie, vergab aber fast ebenso viele Torchancen wie die Münchener. Beide Mannschaften scheiterten auch an Latte und Pfosten. 

KFC Uerdingen - Waldhof Mannheim 1:0
Dem SV Waldhof Mannheim droht auch im dritten Aufstiegsversuch zur 3. Liga das Scheitern. Der ehemalige Bundesligist unterlag am Donnerstagabend im ersten Relegationsspiel dem West-Meister KFC Uerdingen mit 0:1 (0:0) und benötigt nun im Rückspiel am Sonntag im ausverkauften Mannheimer Carl-Benz-Stadion einen Sieg mit zwei Toren Unterschied. In den beiden vergangenen Jahren war der SV Waldhof jeweils in der Relegation gegen die Sportfreunde Lotte (2016) und den SV Meppen (2017) gescheitert.

<p>Der Ex-Hamburger Maximilian Beister schoss am Donnerstagabend das Tor des Tages. In Duisburg bezwang der KFC Uerdingen.</p>
imago/Reviersport

Der Ex-Hamburger Maximilian Beister schoss am Donnerstagabend das Tor des Tages. In Duisburg bezwang der KFC Uerdingen.

 

Vor 18.162 Zuschauern in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena erzielte Maximilian Beister (75. Minute) den Treffer für die Gastgeber in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie. Jannik Sommer vergab für die Gäste in der 81. Minute die Ausgleichschance.

Die Krefelder mussten für die Partie nach Duisburg ausweichen, weil die Sicherheitsbestimmungen des DFB für die Relegation im heimischen Grotenburg-Stadion nicht erfüllt werden konnten. Wegen des großen Zuschauerandrangs konnte die Partie erst mit 30-minütiger Verspätung angepfiffen werden.

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