Fußball-Bundesliga : Werder ist wieder Werder - Leipzig «stoppt die Blutung»

Das Team von Werder Bremen war zufrieden nach dem Auftritt gegen Leipzig.
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Das Team von Werder Bremen war zufrieden nach dem Auftritt gegen Leipzig.

Beide Seiten konnten mit dem Punkt leben. Während Werder mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben dürfte, darf Leipzig weiter auf die erneute Qualifikation für die Champions League hoffen.

shz.de von
16. April 2018, 07:32 Uhr

Am Ende eines temporeichen und bis zum Schluss spannenden Spiels waren sowohl Werder Bremen als auch RB Leipzig mit dem 1:1 zufrieden.

Nachdem Niklas Moisander die Gastgeber in Führung gebracht hatte (28.), sorgte der eingewechselte Ademola Lookman fünf Minuten nach dem Seitenwechsel für den Ausgleich. Die Kurz-Analyse:

DAS BEDEUTET DAS REMIS FÜR LEIPZIG: Es war eine gewisse Erleichterung bei den Gästen zu spüren, nach den beiden klaren Niederlagen gegen Leverkusen (1:4) und Marseille (2:5) nicht auch noch das dritte Spiel der Woche verloren zu haben. «Es ging heute erst einmal darum, die Blutung zu stoppen», sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl nach der Partie. Nach der Gegentorflut zuvor agierten die Leipziger vor der Pause ungewohnt defensiv. Erst nach dem Seitenwechsel wurden die Sachsen offensiver und holten noch einen nicht unverdienten Punkt. Das Remis lässt dem Vizemeister alle Chancen, sich im Schlussspurt der Saison erneut für die Champions League zu qualifizieren.

DAS BEDEUTET DAS REMIS FÜR BREMEN: Auch wenn rechnerisch der Absturz auf den Relegationsplatz noch möglich ist, dürfte Werder mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Zu positiv ist die Entwicklung der Norddeutschen, seit Trainer Florian Kohfeldt das Team übernommen hat. Der Werder-Coach schaut nicht mehr auf die Tabelle, ihm geht es vor allem darum, wie seine Mannschaft auftritt. Und da hatte er am Sonntag sehr viel Positives gesehen. «Auf die Art und Weise, wie wir gespielt haben, bin ich sehr stolz», sagte Kohfeldt nach der Partie. Bis zum Schluss spielten die Gastgeber auf Sieg. «Das ist es, wofür wir hier in Bremen stehen wollen.»

SO GEHT ES FÜR BEIDE TEAMS WEITER: Bremen gastiert am kommenden Samstag beim VfB Stuttgart und will dort auch rechnerisch den Verbleib in der Ersten Liga klar machen. Für Leipzig steht das direkte Duell mit dem Champions-League-Aspiranten 1899 Hoffenheim auf dem Programm. Vor allem freuen sich die Leipziger nach den Strapazen der vergangenen Wochen aber auf ein paar Tage Erholung.

ZITAT DES TAGES:

«Die Kohfeldt-Tabelle ist aber leider nicht die aktuelle Tabelle.»

(Bremens Trainer Kohfeldt auf die Frage, ob Werder wegen der Punkte, die es unter ihm geholt hat, nicht schon ein Spitzenteam sei.)

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