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Termine, Tickets, Schanzen : Vierschanzentournee 2016/17: Was Sie wissen müssen

vom

Ab dem 29. Dezember wird ein neuer Vierschanzentournee-Sieger gesucht. Alle Termine lesen Sie hier.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2016 | 12:43 Uhr

Freunde des Skisports kommen bekanntermaßen Ende des Jahres auf ihre Kosten - mit dem Beginn der Vierschanzentournee. An nur wenigen Tagen springen die Sportler in vier Orten in Deutschland und Österreich um die Wette. Beginn ist in Oberstdorf, dort geht es am Donnerstag los. Ein klarer Favorit ist dieses Mal nicht dabei. Eine Übersicht über alles, was wichtig ist.

Die Favoriten

Heißester Anwärter auf den Tournee-Triumph ist der erst 17 Jahre alte Slowene Domen Prevc. Der Mann im Gelben Trikot des Weltcup-Spitzenreiters siegte in dieser Saison bereits viermal. Einen starken Eindruck hinterließen bisher auch der Norweger Daniel Andre Tande und Polens Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch. Zu beachten sind wie immer auch die Österreicher um Stefan Kraft und den Vorjahresdritten Michael Hayböck.

Die deutschen Hoffnungen ruhen auf Severin Freund, der nach einer Hüftoperation und fünfmonatiger Verletzungspause allerdings noch um seine Bestform ringt, und Markus Eisenbichler. Der 25 Jahre alte Bundespolizist hinterließ zuletzt den besten Eindruck und sprang konstant in die Top Ten.

Die Schanzen

Los geht es auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf. Die Anlage wurde 2003 erbaut und bietet 24.000 Zuschauern Platz. Schanzenrekord: Sigurd Pettersen/Norwegen 143,5 Meter.

Es folgt das Neujahrsspringen auf der 2007 komplett umgebauten Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen. 35.000 Fans finden dort Platz. Schanzenrekord: Simon Ammann/Schweiz 143,5 Meter.

Nächste Station ist der Bergisel in Innsbruck. 2001 wurde der Bakken mit einem Fassungsvermögen von 26.000 Zuschauern neu gebaut. Besonderheit: Beim Flug ins Tal blicken die Springer direkt auf den Friedhof. Schanzenrekord: Michael Hayböck/Österreich 138 Meter.

Das Finale steigt auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen. 2003 wurde die Anlage, in der 30.000 Fans Platz finden, neu gebaut. Schanzenrekord: Daiki Ito/Japan 143 Meter.

Der Zeitplan und die Wettkämpfe im TV

Oberstdorf      
  Donnerstag, 29. Dezember, 16.45 Uhr 1. Springen, Qualifikation Übertragung im ZDF
  Freitag, 30. Dezember, 16.45 Uhr 1. Springen Übertragung im ZDF
Garmisch-Patenkirchen      
  Samstag, 31. Dezember, 14 Uhr 2. Springen, Qualifikation Übertragung in der ARD
  Sonntag, 1. Januar, 14 Uhr 2. Springen Übertragung in der ARD
Innsbruck      
  Dienstag, 3. Januar, 14 Uhr 3. Springen, Qualifikation Übertragung in der ARD
  Mittwoch, 4. Januar, 14 Uhr 3. Springen Übertragung in der ARD
Bischofshofen      
  Donnerstag, 5. Januar, 16.45 Uhr 4. Springen, Qualifikation Übertragung im ZDF
  Freitag, 6. Januar, 16.45 Uhr 4. Springen Übertragung im ZDF

 

Der Modus

Gesamtsieger wird der Springer, der in allen vier Wettbewerben die meisten Punkte sammelt. Die Tagessieger werden in zwei Durchgängen ermittelt, in denen die Punkte addiert werden. An jedem Wettkampf nehmen 50 Springer teil, im zweiten Durchgang dürfen die besten 30 noch einmal springen.

Die Teilnehmer des ersten Durchgangs werden in der Qualifikation ermittelt. Weil die ersten Zehn der Weltcup-Gesamtwertung automatisch qualifiziert sind, muss man mindestens 40. werden.

Anders als im Weltcup gibt es bei den Springen der Vierschanzentournee im ersten Durchgang 25 K.o.-Duelle. Die Gewinner sowie die fünf besten Verlierer (Lucky Loser) ziehen ins Finale ein. Um die Paarungen für die K.o.-Duelle ermitteln zu können, werden die Qualifikationssprünge der für den Wettkampf gesetzten Top Ten ausnahmsweise mitgewertet. Der Sieger der Ausscheidung springt gegen den 50., der Zweite gegen den 49. usw.

Gibt es noch Tickets?

Laut den Ticketverkaufsstellen für die vier verschiedenen Schanzen gibt es zumindest für mache der Qualifikationen noch Karten - die Wettkampftage sind teilweise ausverkauft. Infos zu den Tickets in Oberstdorf gibt es hier, zu Garmisch-Patenkirchen hier, zu Innsbruck auf dieser Seite und zu Bischofshofen hier.

Die Statistik

Gleich drei Nationen stellten jeweils 16 Mal den Gesamtsieger: Deutschland (mit DDR), Finnland und Österreich. Dahinter folgt Norwegen mit zehn Erfolgen.

Rekordsieger ist Janne Ahonen. Er triumphierte zwischen 1999 und 2008 gleich fünfmal. Der Finne war auch an einem Novum in der Tourneegeschichte beteiligt: 2005/06 teilte er sich den Sieg mit dem nach vier Wettbewerben punktgleichen Jakub Janda aus Tschechien.

Erfolgreichster Deutscher ist Jens Weißflog mit vier Siegen. Ein anderer DSV-Adler hält einen ganz besonderen Rekord: 2001/02 gewann Sven Hannawald als erster und bisher einziger Springer alle vier Tournee-Wettbewerbe. Drei Gesamtsiege in Serie schaffte bisher nur der Norweger Björn Wirkola (1967-1969).

Die Sieger der vergangenen zehn Jahre:

2006 Janne Ahonen (Finnland) und Jakub Janda (Tschechien)
2007 Anders Jacobsen (Norwegen)
2008 Janne Ahonen (Finnland)
2009 Wolfgang Loitzl (Österreich)
2010 Andreas Kofler (Österreich)
2011 Thomas Morgenstern (Österreich)
2012 Gregor Schlierenzauer (Österreich)
2013 Gregor Schlierenzauer (Österreich)
2014 Thomas Diethart (Österreich)
2015 Stefan Kraft (Österreich)
2016 Peter Prevc (Slowenien)
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