Zweiter Saisonsieg : Tag nach Disqualifikation: Walther gewinnt Viererbob-Weltcup

Deutschlands Nico Walther (l) und Francesco Friedrich jubeln über Platz eins und zwei im Viererbob in Altenberg.
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Deutschlands Nico Walther (l) und Francesco Friedrich jubeln über Platz eins und zwei im Viererbob in Altenberg.

Den technischen K.o. mit seinem Material hat Nico Walther im Stil eines Champions weggesteckt. 24 Stunden später raste er in der Königsklasse zum Sieg. Friedrich patzte am Start und wurde noch Zweiter. Etwas ratlos war am Wochenende der Bayer Lochner.

shz.de von
07. Januar 2018, 17:11 Uhr

Erst im Zweierbob disqualifiziert und dann mit voller Konzentration zum Sieg in der Königsklasse gerast. Nico Walther hat bei seinem Heim-Weltcup ein Gefühlschaos erlebt.

«Wir waren nach der Disqualifikation gestern am Boden zerstört, haben alles am Schlitten nochmal nachgemessen. Beide Läufe waren nicht hundertprozentig gut gelaufen. Aber besser hätte die Revanche nicht laufen können», sagte Walther nach seinem zweiten Saisonsieg im Viererbob-Weltcup.

Der Oberbärenburger setzte sich nach zwei Läufen in seinem FES-Schlitten mit seiner Crew Kevin Kuske, Christian Poser und Eric Franke mit fünf Hundertstelsekunden Vorsprung gegen seinen Vereinskollegen Francesco Friedrich durch. Dritter wurde der Lette Oskars Kibermanis. Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner kam im Wallner-Bob auf Platz fünf. «Wir führen uns pudelwohl im Vierer, leider bin ich am Einstieg etwas hängengeblieben», sagte Friedrich.

Im kleinen Schlitten war der viermalige Zweierbob-Weltmeister Friedrich nach seinem Schlittenwechsel von Wallner auf FES mit Anschieber Martin Grothkopp am Vortag auf Rang zwei hinter dem Kanadier Justin Kripps gekommen. Kripps verbesserte mit Anschieber Alexander Kopacz den fast 15 Jahre alten Startrekord von André Lange und Kevin Kuske auf 5,11 Sekunden. Walther wurde mit Anschieber Christian Poser zunächst Dritter, dann aber wegen Materialproblemen disqualifiziert. Auf Rang drei rückte Kibermanis vor. Lochner wurde mit Joshua Bluhm Sechster und haderte. «Der Schlitten zieht einfach nicht, mir gehen die Ideen aus», sagte der Berchtesgadener.

Bei den Frauen feierte Anna Köhler den ersten Podiumsplatz ihrer Karriere. Die Winterbergerin landete mit Anschieberin Annika Drazek auf Platz drei. Nach zwei Läufen hatten sie 0,90 Sekunden Rückstand auf die kanadische Olympiasiegerin Kaillie Humphries. Auf Rang zwei kam US-Pilotin Jamie Greubel Poser. Pech hatte Europameisterin Stephanie Schneider, die zuletzt mit zwei Weltcupsiegen überzeugte. Nach zwei Trainingsstürzen legte sie in der Ausfahrt Omega-Kurve erneut den Schlitten auf die Seite.

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