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Olympia-Hoffnung Mayr: Freeski-Ass zeigt sich

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München (dpa) - Freeskier Benedikt Mayr setzt seinen Sport und sich in Szene - jetzt auch mit der Kamera. Auf eine neue Erfahrung hofft der Münchner noch: einen Start bei den Olympischen Spielen in Sotschi zur Premiere seiner Disziplin Slopestyle.

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erstellt am 27.Mai.2013 | 05:33 Uhr

München (dpa) - Freeskier Benedikt Mayr setzt seinen Sport und sich in Szene - jetzt auch mit der Kamera. Auf eine neue Erfahrung hofft der Münchner noch: einen Start bei den Olympischen Spielen in Sotschi zur Premiere seiner Disziplin Slopestyle.

Die Welt der Freeskier ist auch deshalb eine außergewöhnliche, weil die Pistenakrobaten häufig alles aus zwei Perspektiven erleben. «Auf der einen Seite gibt es die Wettkämpfe, auf der anderen Seite das Filmen. Nur beides zusammen erhält zu hundert Prozent den Grundgedanken des Freeskiings», sagt Benedikt Mayr, einer von Deutschlands Besten in der Exotensportart.

Das Sportlerleben des 24 Jahre alten Olympia-Kandidaten kommt wie eine Kombination aus Wettkämpfen und Kameraprojekten daher - jetzt wird das Ganze dem Fernsehpublikum präsentiert. In der neuen Doku-Serie «WildOnes - Junge Helden» wird Mayr als einer von mehreren deutschen Trendsportlern porträtiert. Start des zehnteiligen Formats ist am Dienstag auf dem Pay-TV-Kanal ProSieben Fun. Im Fokus: Mayrs Leben und seine großen Hoffnungen, in der neuen olympischen Freeski-Disziplin Slopestyle 2014 in Sotschi dabei zu sein.

Mayr sieht sich als Botschafter für seine Sportart: «Wir haben in Deutschland keine große Freeskiing-Szene. Mir ist es ein Anliegen, dass wir in Zukunft Nachwuchs haben, der den Sport repräsentieren kann und ich dabei helfe.» Gewinnen ist für ihn schon lange nicht alles mehr. «Es geht nicht immer nur darum, sich gegenseitig am Berg zu battlen», sagt Mayr. Gerade Film-Premieren seiner eigenen Filmproduktionsfirma nutzt die Szene als Plattform, um sich zu inszenieren.

In Filmen über den Extremsport wirken die Bilder manchmal bedrohlich unwirklich: Fahrer meistern die Abfahrt unbezwingbarer Berge, rasen auf steile Schneeschanzen zu, um extrem tiefe Schluchten zu überwinden. Gleichzeitig integrieren die Sportler in ihre Sprünge stylische Tricks, ästhetisch und akrobatisch perfekt.

Videos wie die von Mayr liefern faszinierende Bilder. In den Wettkämpfen geht es nüchterner zu: Slopestyle-Athleten müssen einen Hindernisparcours in einem zusammenhängenden Lauf absolvieren, Juroren bewerten die Sprünge. Das wäre für Mayr bei Olympia ebenfalls so - sofern er sich qualifiziert. «Ich fühle mich fit, kann meine Tricks und muss nur noch einmal meinen Run runterbringen», sagt er. Bei den noch ausstehenden Weltcups in diesem Jahr braucht Mayr mindestens eine weitere Top-15-Platzierung. Die nächsten Chancen bekommt er im Sommer in Argentinien und Neuseeland.

Eine Schulterverletzung macht ihm gerade ein bisschen Probleme - körperliche Rückschläge aber sind nichts Neues für den in Innsbruck lebenden Bayer. Neben zwei Kreuzbandrissen zog er sich bereits drei Meniskusrisse, etliche Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen zu. «Es kamen Phasen, in denen ich meinem Körper nicht mehr vertraut habe», gesteht er ein. Doch Mayr kämpfte sich bisher immer zurück.

Bereits im Alter von drei Jahren stand der Münchner auf den Brettern. Später startete er für die Nationalmannschaft der Buckelpistenfahrer. Als er sich erstmals schwer am Knie verletzte, rieten ihm Ärzte, mit dem Skisport aufzuhören. Stattdessen wechselte Mayr zum Freeskiing, zählte bald zu den Besten in Deutschland und Europa und erhielt zahlreiche Publikumsauszeichnungen.

Es sind Erfolge wie diese, die ihm erlauben, seinem Sport hauptberuflich nachgehen zu können - eine Ausnahme in Deutschland. Der Profi Mayr speist seinen Lebensunterhalt aus Sponsoren- und Preisgeldern. In den USA ist das üblich. «Wettkämpfe werden zur besten Fernsehzeit live im Free-TV übertragen, das ist da eine ganz andere Nummer», berichtet Mayr.

Profil auf Red-Bull-Homepage

Serie Wild Ones

Mayrs Filmproduktionsfirma

Video Bene Mayr - Mindset of a Freeskier

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