Auftakt in China : Ihle wahrt Chance auf erste Medaille bei Sprint-WM

Verpasste bei der Sprint-WM eine Medaillen: Eisschnellläufer Nico Ihle wurde nur Vierter.
Verpasste bei der Sprint-WM eine Medaillen: Eisschnellläufer Nico Ihle wurde nur Vierter.

Noch sind die Chancen intakt. Nico Ihle kann am zweiten Tag der Sprint-WM der Eisschnellläufer der Olympia-Saison noch einen positiven Anstrich verleihen. Auf Platz vier hat der Sachse bei Halbzeit eine gute Ausgangsposition.

shz.de von
03. März 2018, 14:36 Uhr

Eissprinter Nico Ihle darf nach dem bitteren Olympia-Erlebnis auf einen erfreulichen Saison-Ausklang hoffen. Nach dem ersten Tag der Sprint-Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer hat der Chemnitzer als Vierter seine Chance auf eine Medaille gewahrt.

Bei Halbzeit des Championats im chinesischen Changchun beträgt sein Rückstand auf einen Podestplatz vor dem zweiten Tag nur 0,21 Sekunden. «Ich bin jetzt in Lauerstellung. Diese Rolle liegt mir», sagte Ihle der Deutschen Presse-Agentur. Über die 500 Meter war er am Samstag zu vorsichtig in die Innenkurve gegangen und musste in 35,04 Sekunden mit dem achten Platz zufrieden sein. «Da gibt es Reserven für Sonntag», meinte der Sachse. Nach der doppelten Distanz huschte dann aber ein zufriedenes Lächeln über sein Gesicht: In 1:09,73 Minuten belegte Ihle Rang fünf. «Das Eis ist griffig, aber man verliert am Ende sehr viel Geschwindigkeit», konstatierte er.

In Führung liegt nach dem ersten Tag 500-Meter-Olympiasieger Havard Lorentzen aus Norwegen, der in 34,89 Sekunden den Bahnrekord um 0,08 Sekunden verbesserte. Die 1000 Meter gewann der Niederländer Kjeld Nuis (1:08,97/Bahnrekord), der sich in Pyeongchang den Olympiasieg auf dieser Strecke gesichert hatte und dort auch die 1500 Meter gewann. Für den Inzeller Joel Dufter endete der erste Tag nach einer Disqualifikation über 1000 Meter sehr unglücklich.

Bei den Damen deutet sich für den zweiten Wettkampftag ein Duell zweier Olympiasiegerinnen um die Sprint-Krone an. In Führung liegt Nao Kodaira, die japanische 500-Meter-Siegerin von Pyeongchang. Sie entschied die Kurzdistanz in 37,23 Sekunden deutlich für sich und verbesserte den zehn Jahre alten Bahnrekord der Berlinerin Jenny Wolf gleich um 0,75 Sekunden.

Dennoch geht die Titelverteidigerin am Sonntag nur mit einem Vorsprung von 0,23 Sekunden auf die zweite 500-Meter-Strecke, weil 1000-Meter-Olympiasiegerin Jorien ter Mors aus den Niederlanden auf ihrer Spezialstrecke viel Boden gutmachte. In 1:14,62 Minuten drückte sie den Bahnrekord um 1,5 Sekunden und darf sich nun Hoffnung auf ihren ersten Vierkampf-Titel machen.

Gabi Hirschbichler kämpft als Zwölfte des Klassements um ihre erste Top-10-Platzierung bei einer WM. Die 34-jährige Inzellerin kam über 500 Meter in 39,14 Sekunden auf den zwölften Rang und über die doppelte Distanz in 1:17:44 Minuten auf Platz acht.

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