Verfolgungsrennen : Endlich aufs Podest: Deutsche Biathleten greifen wieder an

Die besten Chancen in der Verfolgung hat Franziska Hildebrand.
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Die besten Chancen in der Verfolgung hat Franziska Hildebrand.

Der erste Podestplatz soll für die deutschen Biathleten beim Weltcup in Oberhof endlich her. Die besten Chancen in der Verfolgung hat Franziska Hildebrand. Für Laura Dahlmeier wird es hingegen ebenso schwierig wie für die Männer um Arnd Peiffer.

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06. Januar 2018, 05:01 Uhr

Der letzte Podestplatz von Biathletin Franziska Hildebrand in einem Weltcup-Einzelrennen liegt schon zwei Jahre zurück. Am 16. Januar 2016 lief sie in Ruhpolding im Massenstart vor Laura Dahlmeier auf Rang zwei.

Seitdem wartet die dienstälteste deutsche Biathletin auf den Sprung auf das Podium. «Es wäre schön, wenn es endlich wieder klappt», sagte die Skijägerin aus Köthen vor der Verfolgung beim Heim-Weltcup in Oberhof (12.15 Uhr).

Und die Chancen auf ihren ersten Podestplatz im Olympia-Winter stehen nicht schlecht. Die 30-Jährige verpasste am Donnerstag als Vierte im Sprint den dritten Rang nur um 6,9 Sekunden. Auf Sprintsiegerin Anastasija Kuzmina hat sie 47 Sekunden Rückstand. Bei vier Schießeinlagen ist alles möglich. «Jetzt heißt es voller Angriff», sagte Hildebrand.

Für Laura Dahlmeier dürfte hingegen der zweite Saisonsieg außer Reichweite sein. Nach Platz 13 im Sprint geht die siebenmalige Weltmeisterin mit einem Rückstand von 1:20 Minuten auf die Spitze in die Verfolgung. Nicht nur die Zeithypothek spricht eher gegen die Partenkirchnerin, sondern auch die derzeit phänomenale Verfassung der Slowakin Kuzmina. «Ich versuche, mein Bestes zu geben und am Schießstand sauber zu arbeiten und dann sind die Top Ten möglich», sagte die 24-jährige Dahlmeier.

Besser am Schießstand arbeiten als im Sprint will die zweimalige Saisonsiegerin Denise Herrmann. Die ehemalige Langläuferin, die im Olympia-Winter schon zweimal ganz oben auf dem Siegerpodest stand, musste im Sprint gleich viermal in die Strafrunde.

Bei den Männern werden wohl Sprintsieger Martin Fourcade und die beiden Norweger Emil Hegle Svendsen und Johannes Thingnes Bö wieder die Podestplätze unter sich ausmachen. Erster deutscher Verfolger mit über einer Minute Rückstand ist Arnd Peiffer als Zwölfter. «Sicher ist noch nach vorne was drin. Aber dafür müssen wir alle besser schießen», sagte der frühere Sprint-Weltmeister.

Die Startnummern der Deutschen in der Verfolgung:

Die deutschen Starterinnen Rückstand
4. Franziska Hildebrand 47 Sekunden
12. Franziska Preuß 1:19 Minuten
13. Laura Dahlmeier 1:20 Minuten
24. Maren Hammerschmidt 1:43 Minuten
45. Denise Herrmann 2:13 Minuten
55. Vanessa Hinz 2:27 Minuten
Die deutschen Starter Rückstand
12. Arnd Peiffer 1:02 Minuten
17. Benedikt Doll 1:25 Minuten
20. Johannes Kühn 1:27 Minuten
30. Roman Rees 1:46 Minuten
34. Simon Schempp 1:50 Minuten
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