Weltcup in Altenberg : Dreifacherfolg für deutsche Skeleton-Pilotinnen

Jacqueline Lölling (M) siegte vor Tina Hermann (l) und Anna Fernstädt.
Jacqueline Lölling (M) siegte vor Tina Hermann (l) und Anna Fernstädt.

Die Frauen um die siegreiche Weltmeisterin Jacqueline Lölling sorgen beim Skeleton-Weltcup in Altenberg für einen deutschen Dreifacherfolg. Bei den Männern schafft Christopher Grotheer seine erste Podestplatzierung in diesem Winter. Nur Axel Jungk patzt.

shz.de von
05. Januar 2018, 16:58 Uhr

Das deutsche Skeleton-Team ist erfolgreich ins Olympia-Jahr gestartet. Beim deutschen Dreifacherfolg feierte Weltmeisterin Jacqueline Lölling ihren dritten Weltcupsieg in diesem Winter.

Nach zwei Läufen verwies die Vorzeigepilotin von der RSG Hochsauerland auf der anspruchsvollen Bahn in Altenberg Tina Hermann aus Königssee auf Rang zwei. Dritte wurde Anna Fernstädt aus Berchtesgaden.

Bei den Männern schaffte Christopher Grotheer mit Platz drei seinen ersten Podestplatz im Olympia-Winter. Der Oberhofer hatte 0,76 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Yun Sungbin aus Südkorea. Zweiter wurde der Russe Alexander Tretjakow. Axel Jungk aus Oberbärenburg verbesserte sich nach einem total verpatzten ersten Lauf noch von Platz zwölf auf Rang acht, direkt hinter dem Winterberger Alexander Gassner.

«Ich habe heute das Optimum rausgeholt, jetzt muss ich aber auch den nächsten Schritt Richtung Olympia machen», sagte Grotheer. Der im Gesamtweltcup auf Rang vier liegende Jungk haderte mit seinen Leistungen auf der anspruchsvollen Heimbahn: «Ich will es hier vor meinen Fans natürlich besonders gut machen. Wahrscheinlich habe ich mir selbst wieder zu viel Druck gemacht. Der zweite Lauf war auf jeden Fall besser, tut mir leid, dass der erste Lauf so in die Hose ging.»

Erneut am Weltcupstart waren die lebenslang vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für Olympia gesperrten Russen. Zuvor wurde eine Beschwerde vom Weltverband IBSF für eine Einstweilige Verfügung vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) abgelehnt. «Das CAS hat eindeutig keine rechtliche Zuständigkeit», heißt es in der Begründung. Als Folge dürfen die Athleten beim Weltcup starten.

Die CAS-Verfahren gegen Skeleton-Olympiasieger Tretjakow sowie der in Altenberg fünftplatzierten Jelena Nikitina und der Elften Maria Orlowa wurden eingestellt. Die lebenslangen IOC-Sperren für Olympia bleiben vorerst unberührt.

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