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Sportpolitik : Der diskutierte Passus in der Athletenvereinbarung

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Unter den deutschen Spitzensportlern gibt es Unmut über einen Passus der Athletenvereinbarung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), deren Unterzeichnung Voraussetzung für die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen ist.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2013 | 13:23 Uhr

Im Abschnitt 6 «Rechtsweg/Schiedsvereinbarung» ist geregelt, dass ordentliche Gerichte bei Rechtsstreitigkeiten außen vor sind.

Damit sollen jahrelange Verfahren vermieden und auch eine schnellere Entscheidung beispielsweise über die Sanktionierung von Dopingfällen ermöglicht werden. In der nun von der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein aufgesetzten Erklärung wenden sich die Unterzeichner gegen diesen Passus.

Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert die strittigen Passagen:

«6.1 Die Vertragsparteien vereinbaren, dass bei Streitigkeiten zunächst der verbandsinterne Rechtsweg auszuschöpfen ist.»

«6.2 (DOSB-Text) Außerdem verpflichten sich die Vertragsparteien, die gesondert beiliegende Schiedsvereinbarung zu unterzeichnen. Diese Schiedsvereinbarung hat nur Gültigkeit für die Dauer der Athletenvereinbarung und betrifft nur Streitigkeiten unmittelbar zwischen den Vertragsparteien. Sie erfasst alle anlässlich dieses Vertrages entstehenden Streitigkeiten.»

«6.2 (Text des Beirats der Aktiven): Außerdem erklären die Vertragsparteien, dass alle aus dieser Athletenvereinbarung entstehenden Streitigkeiten unter Ausschluss der ordentlichen Gerichte nach Maßgabe der Athletenvereinbarung anliegenden Schiedsordnung entschieden werden können.»

Athletenvereinbarung

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