Abreise aus Antholz : Bithlet Schempp belasten vor Olympia Rückenprobleme

Simon Schempp lässt das Verfolgungsrennen in Antholz aus.
Simon Schempp lässt das Verfolgungsrennen in Antholz aus.

Drei Wochen vor Olympia sorgen sich die deutschen Biathleten um die Gesundheit von Massenstart-Weltmeister Simon Schempp. Der Schwabe musste aufgrund von Rückenproblemen vorzeitig von Weltcup in Antholz abreisen. Am Montag wird er in München untersucht.

shz.de von
21. Januar 2018, 07:15 Uhr

Die Olympia-Generalprobe endete für Simon Schempp ernüchternd. Anstatt sich beim Weltcup in Antholz weiter in Form zu bringen, musste Deutschlands bester Biathlet vorzeitig abreisen. Erneute Rückenprobleme verhinderten die Starts in den letzten beiden Rennen vor den Winterspielen.

«Wir haben jetzt die Reißleine gezogen, aber wir sind trotzdem optimistisch und positiv eingestellt, dass wir das bis Pyeongchang wieder in den Griff bekommen», sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner.

Schon am Samstagvormittag machte sich Massenstart-Weltmeister Schempp enttäuscht auf die Rückreise von Südtirol nach Deutschland, in München soll am Montag genauer untersucht werden, wie schwerwiegend die Probleme sind. «Simon hat eine relativ einfache Sache», sagte der deutsche Teamarzt Klaus Marquardt: «Der Muskel geht zu, es ist eine klassische Überlastungsreaktion der stabilisierenden Rückenmuskulatur. Da kommt man so schnell nicht raus.»

Deswegen muss der 29 Jahre alte Schempp kürzer treten. «Ich habe ihm jetzt Ruhe verordnet, er macht erstmal kein Training», sagte Kirchner. Die Zwangsause kommt für Schempp zur Unzeit, denn in drei Wochen beginnen die Winterspiele. Am 11. Februar steht mit dem Sprint das erste Rennen auf dem Programm, Schempp will bei seinen zweiten Winterspielen unbedingt an den Start gehen. «Wir werden alles dafür tun, dass er soweit wieder hergestellt ist, dass er komplett schmerzfrei Richtung Pyeongchang reisen kann», sagte Kirchner.

Bereits am Freitag nach seinem 20. Platz im Sprint hatte Schempp über störende Rückenschmerzen geklagt, diese strahlen bis in die Beinbeugemuskulatur aus. «Am Anfang habe ich mich sehr gut gefühlt, dann habe ich ganz schön mit dem Rücken zu kämpfen gehabt», hatte Schempp nach dem Sprint gesagt. Er habe sich so beim Stehendschießen unsicher gefühlt und konnte auch in der Loipe nicht ans Limit gehen.

Aufgrund dieser Schwierigkeiten musste der Schwabe Anfang Januar bereits ein Rennen in Oberhof auslassen, nun konnte der zwölfmalige Weltcupsieger, der im Olympia-Winter noch nicht auf dem Podest stand, in der Höhe von Antholz weder an der Verfolgung noch am Massenstart teilnehmen. «Von der Kondition her, von der Kraft her, fühle ich mich ganz gut. Wenn ich die Probleme in den Griff kriege, bin ich zuversichtlich», sagte Schempp.

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