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«Sehr bitter» : Volleyballerinnen verpassen Grand-Prix-Überraschung

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Was für ein Krimi! Die deutschen Volleyballerinnen verpassen beim Grand Prix auf dramatische Weise die Riesenüberraschung gegen Südkorea. Damit ist die Rückkehr in die erste Gruppe futsch.

shz.de von
erstellt am 30.Jul.2017 | 17:50 Uhr

Die deutschen Volleyballerinnen waren so nah dran. Selbst eine Klasseleistung von Louisa Lippmann reichte dem EM-Fünften von 2015 aber nicht, ins Endspiel der Grand-Prix-Finalrunde in Ostrau einzuziehen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski verspielte im Halbfinale gegen den Weltranglistenzehnten Südkorea eine 2:0-Satzführung und unterlag mit 2:3. Damit verpassten die Deutschen auch die Rückkehr in die erste Grand-Prix-Gruppe, die nur dem Turniersieger vorbehalten ist.

Versöhnlich verabschiedeten sich Lippmann & Co. dennoch. Die Deutschen gewannen das Spiel um Platz drei gegen Gastgeber Tschechien mit 3:1 (25:23, 17:25, 25:20, 25:23). Lippmann glänzte einmal mehr mit 26 Punkten und konnte auch die Finalrunde zur eindrucksvollen Eigenwerbung nutzen.

«Wir haben die ersten zwei Sätze an unserem Limit gespielt. Es war ein unglaubliches Zusammenspiel, Freude pur, und es hat einfach alles geklappt. Dass wir das Spiel im dritten Durchgang beim Stand von 16:14 nicht durchbringen konnten, ist sehr bitter und war der Knackpunkt», analysierte Mittelblockerin Leonie Schwertmann nach dem verpassten Einzug ins Endspiel. «Danach hat Korea aufgedreht, und wir haben keine Mittel mehr gefunden.»

Ausgerechnet Südkorea! Die Asiatinnen hatten den Deutschen gleich zu Beginn ihre einzige Niederlage in der diesjährigen Grand-Prix-Saison zugefügt. Danach stürmte Koslowskis Mannschaft mit acht Siegen nacheinander bis in die Finalrunde. Im Halbfinale reichten dann nicht einmal 24 Punkte der Schweriner Diagonalangreiferin Lippmann zum Weiterkommen.

Südkorea konnte indes auf Kim Yeon Koung vertrauen, der 27 Punkte gelangen. Selbst eine Aufholjagd der Deutschen im entscheidenden Durchgang von 7:12 auf 12:13 konnte am Ende nichts mehr ändern.

«Wir waren sehr gut vorbereitet und hatten sie zwei Sätze unter Kontrolle. Anschließend haben sie unser Spiel immer besser gelesen und uns den Wind aus den Segeln genommen», erläuterte Assistenztrainer Nicki Neubauer. «Kim wurde auch immer besser und hat fast im Alleingang gewonnen.»

Dennoch können die Frauen des Deutschen Volleyball-Verbandes auf eine bislang erstaunliche Saison zurückblicken. Zunächst gelang ihnen auch wegen einer glücklichen Auslosung die direkte WM-Qualifikation in Portugal, anschließend scheiterten sie beim Prestigeturnier in Montreux erst im Finale am zweimaligen Olympiasieger Brasilien.

Der Grand Prix ist nun allenfalls eine kleine Delle. Der Höhepunkt der Saison steht für Koslowskis Mannschaft mit der EM vom 22. September bis 1. Oktober in Aserbaidschan und Georgien an.

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