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Pferdesport : Vielseitigkeits-EM: Jung tanzt nach starkem Start

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Noch auf dem Abreiteplatz wagte Michael Jung ein kleines Tänzchen. Mit der Pferdepflegerin Claudia Weber feierte der Doppel-Olympiasieger der Vielseitigkeit einen beeindruckenden Auftakt bei der EM in Malmö, ehe auch Freundin Faye Füllgraebe Küsse bekam.

Jung ritt mit seinem neunjährigen Wallach Halunke in der Dressur in seiner eigenen Liga und führt vor dem Geländeritt am Samstag mit deutlichem Vorsprung. «Heute lief alles wie am Schnürchen», schwärmte Jung, der das deutsche Quartett mit seinem Auftritt in der Mannschaftswertung weiter nach vorne brachte. Das als Titelverteidiger gestartete Team liegt mit 112,20 Strafpunkten vor Schweden (120,20) und Großbritannien (125,20).

In der Einzelwertung hat Jung mit 28,60 Punkten einen deutlichen Vorsprung auf den Briten William Fox-Pitt mit Chilli Morning (36,60) und den Schweden Ludwig Svennerstal mit Shamwari (37,60). Auf den Plätzen vier und fünf folgen Ingrid Klimke aus Münster mit Escada (39,40) und Peter Thomsen aus Lindewitt mit Cayenne (40,60).

«Das ist ein toller Start», kommentierte Bundestrainer Hans Melzer: «Wir reiten jetzt vorneweg.» Begeistert war der Coach von Jungs Ritt mit Halunke: «Besser geht es nicht, das war ein Auftakt nach Maß.»

Jung demonstrierte in Malmö erneut seine außergewöhnliche Klasse, obwohl er nicht sein Top-Pferd Sam ritt, sondern seine Nachwuchshoffnung Halunke. «Ich bin sehr glücklich», sagte der 31-Jährige aus Horb, der in den zurückliegenden Jahren Einzel-Gold bei EM, WM und Olympia gewann. Halunke gebe ihm «ein sehr gutes Gefühl».

Eine starke Leistung zeigte auch Peter Thomsen, der in Malmö als Einzelreiter startet. «Es ist alles gut gelaufen», sagte der 52-Jährige aus Lindewitt nach seinem Ritt mit Cayenne (40,60). «Wenn das bis Sonntag so bleibt, bin ich zufrieden.» Teamreiter Andreas Dibowski aus Döhle blieb mit Avedon (48,00) hingegen hinter den eigenen Erwartungen.

Eine Vorentscheidung über die Medaillen fällt am Samstag beim Geländeritt, dem Herzstück der Vielseitigkeit. «Man darf jetzt nicht zu euphorisch werden» warnte Jung: «Man darf sich nicht auf der Dressur ausruhen.» Die sechs Kilometer lange Strecke mit 31 Hindernissen führt direkt an der Ostseeküste entlang und gefällt dem Champion: «Ich mag sie, der Untergrund ist perfekt.»

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erstellt am 30.Aug.2013 | 17:00 Uhr

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