zur Navigation springen

Judo : Umbruch: Deutsche Judoka gehen WM bescheiden an

vom

Olympia war gestern. Gut ein Jahr nach dem erfolgreichen Auftritt bei den Sommerspielen gehen die deutschen Judokas die Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro mit großer Bescheidenheit an.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2013 | 11:43 Uhr

«Mit einer Medaille könnten wir im Jahr des Umbruchs durchaus zufrieden sein», sagt Präsident Peter Frese vom Deutschen Judo-Bund (DJB). «Wir haben hier ein Perspektivteam am Start. Es geht jetzt nicht um eine schöne Statistik mit möglichst vielen Medaillen, sondern es geht Richtung Olympia 2016.» Dann übrigens ebenfalls am Zuckerhut.

Gleich vier Medaillen hatten die deutschen Mattenkämpfer bei Olympia 2012 abgeräumt, doch das zählt im langen Anlauf auf die nächsten Sommerspiele nicht mehr viel. Erfolgsgarant Ole Bischof, der nach seinem Olympiasieg 2008 in London mit Silber dekoriert wurde, hat seine Karriere beendet. Schwergewichtler Andreas Tölzer, der an der Themse Bronze erkämpfte, kündigte im Endspurt auf die WM überraschend seinen Rückzug an. Zum Abschied hofft der 145-Kilo-Mann aber auf sein drittes WM-Edelmetall. «Eine Medaille ist auf jeden Fall meine Zielsetzung.»

Da waren es also nur noch zwei. Silber-Frau Kerstin Thiele und Bronze-Mann Dimitri Peters sollen die jungen deutschen Mattenkämpfer durch den Olympia-Zyklus führen. In diesem Jahr hatten aber beide mit Verletzungen zu kämpfen. Peters erwischte es in der Vorbereitung auf die EM Ende April, als er sich einen Meniskus-Einriss am Knie zuzog. Doch der Rotenburger ist rechtzeitig wieder fit geworden und hat für die WM klare Ansprüche: «Mein Ziel: eine Medaille!», sagt der 29-Jährige unmissverständlich.

Da ist Thiele deutlich zurückhaltender. Eine Oberkörperprellung hatte die Leipzigerin, die beim WM-Auftakt am Montag ihren 27. Geburtstag feiert, lange außer Gefecht gesetzt. Auf den letzten Drücker schaffte Thiele, die seit diesem Jahr in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm an den Start geht, aber doch noch den Sprung zur WM. «Ich war lange verletzt. Ich weiß nicht genau, was mich erwartet. Ich muss mich in meiner neuen Gewichtsklasse erst einmal etablieren», sagt Thiele. Doch wer weiß, vielleicht gelingt ihr ja wieder so ein Überraschungscoup wie vor gut einem Jahr in London.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen