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Moderner Fünfkampf : Moderne Fünfkämpfer schieben Frust: Keine WM-Medaille

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Die vorzeitige Anreise vier Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft auf Taiwan hat sich für Deutschlands Moderne Fünfkämpfer nicht gelohnt. Der schwache neunte Platz der Männer-Staffel machte zum Abschluss die Pleiten-Bilanz komplett.

Erstmals seit der WM 2008 blieben die deutschen Mehrkämpfer in allen sieben Entscheidungen ohne Medaille. «Wir sind alle enttäuscht», fasste Peking-Olympiasiegerin Lena Schöneborn das Frust-Gefühl zusammen.

Die Berlinerin sprach von einer Chaos-WM. Ein Taifun, starke Regenfälle und große Hitze setzten den Aktiven arg zu und bereiteten den Organisatoren in Kaohsiung große Probleme. Mehrfach wurden in der Vorwoche Wettbewerbe abgebrochen und verschoben. Die Frauen hatten sich in der olympischen Einzel-Disziplin wie üblich auf das Halbfinale und den Endkampf vorbereitet. Doch dann zog sich der Wettbewerb ohne Pause über vier Tage bis Samstag hin.

«Wir sind ganz gut mit den klimatischen Verhältnissen zurechtgekommen. Leider konnten wir bei so einem Wettkampfablauf nicht so gut davon profitieren wie es bei einem Eintages-Wettkampf der Fall gewesen wäre», erläuterte Bundestrainerin Kim Raisner die Probleme. Andere Athletinnen wie Olympiasiegerin Laura Asadauskaite aus Litauen, die sich in bemerkenswerter Manier auch den WM-Titel sicherte, kamen mit der Situation besser zurecht.

Die 27 Jahre alte Schöneborn belegte zwar als Siebte einen Top-Ten-Platz, auf einen ähnlich großen Coup wie in Peking 2008 muss die Olympiasiegerin allerdings weiterhin warten. Erneut erwies sich das Reiten mit drei Abwürfen als ihre problematische Disziplin. Hinzu kommt, dass nach einer Reglement-Änderung die Reitfehler stärker mit Punktabzügen bestraft werden und dass im Fechten die Leistungsdichte größer geworden ist.

Das trifft generell auf den Männer-Bereich zu, wo erstmals der neue Bundestrainer Axel Stamann die Verantwortung trug. Der Potsdamer Stefan Köllner, im Vorjahr noch WM-Vierter, belegte auf Taiwan als bester Deutscher nur Rang 30. Anhaltende Knieprobleme und Prüfungen im Studium hatten seine WM-Vorbereitung stark behindert. Alexander Nobis (Berlin) und Neuling Fabian Liebig (Potsdam) konnten in der Staffel, die mit dem Sieg von Ungarn endete, auch nichts mehr reißen.

Homepage Deutscher Verband DVMF

Homepage Weltverband UIPM

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erstellt am 27.Aug.2013 | 12:44 Uhr

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