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Baseball : Castro-Sohn für Rückkehr geflohener Baseballer

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Fidel Castros Sohn Antonio hat sich dafür ausgesprochen, ins Ausland geflohenen kubanischen Baseball-Spielern die Aufnahme in die Nationalmannschaft der Insel zu ermöglichen.

«Wir müssen dafür kämpfen, diese Spieler nicht zu verlieren. Wenn wir uns nicht ändern, verlieren wir sie», sagte er in einem am Sonntag (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des US-Sportsenders ESPN. Antonio Castro ist Mitglied des Baseball und Softball Weltverbandes (WBSC) und hatte sich zuletzt - vergeblich - dafür eingesetzt, dass diese Sportarten wieder olympisch werden.

Die sozialistische Karibikinsel hatte den Profisport 1962 abgeschafft. Seitdem haben viele Top-Athleten das Land illegal verlassen oder sich im Ausland abgesetzt, um vor allem in den USA unter Vertrag zu kommen. Kubas Baseballspieler und Boxer genießen weltweit einen hervorragenden Ruf. Allein 16 von der Insel geflohene Baseballer spielen derzeit in den USA. Der Kubaner José Dariel Abreu hat gerade bei den Chicago White Sox für die nächste Saison einen Sechsjahresvertrag über 68 Millionen Dollar abgeschlossen.

Der derzeitige Nationalmannschafts-Bann sei für alle nachteilig, sagte der Sohn des Revolutionsführers Fidel Castro weiter. «Es ist nicht gut für die Athleten, es ist nicht gut für die Familien, es ist für niemanden gut.» Warum sollten diese Sportler nicht für Kuba spielen, fragte er in dem Interview. «Kuba muss sich verändern, wir sind Teil der Welt», betonte Antonio Castro.

Im September hatte die Führung in Havanna angekündigt, kubanischen Sportlern künftig eine berufliche Tätigkeit im Ausland zu erlauben. Dies schließe Verträge mit ausländischen Vereinen ein, berichtete damals die Parteizeitung «Granma».

Bericht ESPN

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erstellt am 28.Okt.2013 | 13:09 Uhr

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