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Proteste gegen Ungerechtigkeit : Bewegung im Hymnenstreit des American Football

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In den Streit um die aus Protest knieenden Footballprofis in den USA kommt Bewegung.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 21:15 Uhr

«Wie viele unserer Fans glauben wir, dass jeder während der Hymne stehen sollte», erklärte der mächtige Commissioner der National Football League (NFL), Roger Goodell, in einer E-Mail an die Besitzer der Teams, über die mehrere US-Medien berichteten. Das Thema solle nächste Woche bei einem NFL-Treffen in New York besprochen werden.

In den vergangenen Wochen hatten Spieler reihenweise während der Nationalhymne gekniet. Sie wollen ein Zeichen setzen gegen die ihrer Ansicht nach grassierende soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA.

Goodell erklärte, die Anliegen der Spieler lägen ihm sehr am Herzen. Gleichzeitig wolle man aber Land und Flagge ehren, das erwarteten auch die Fans. «Die Kontroverse über die Hymne steht einer aufrichtigen Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden Probleme entgegen», erklärte Goodell. Man müsse den Streit überwinden - gemeinsam mit den Spielern.

Im September hatte US-Präsident Donald Trump aus dem Nichts damit begonnen, protestierende Spieler scharf anzugreifen. Er hatte sogar Teambesitzer aufgerufen, diese Spieler zu entlassen. Als Reaktion darauf knieten danach mehr von ihnen denn je. Goodell hatte Trumps Äußerungen Ende September als «trennend» kritisiert.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte am Dienstag, man sei angetan, dass sich die NFL in die richtige Richtung bewege.

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