Beachvolleyball : Thole/Wickler überraschen Weltelite: Einzug in K.o.-Runde

Sorgen in Hamburg weiter für Furore: Julius Thole (l) und Clemens Wickler.
Sorgen in Hamburg weiter für Furore: Julius Thole (l) und Clemens Wickler.

Die deutschen Beach-Youngster Thole/Wickler begeistern Hamburg. Sogar der direkte Einzug ins Halbfinale ist drin. Laboureur/Sude sind nach einem Ausrutscher zurück im Turnier. Bieneck/Schneider droht das Aus.

shz.de von
16. August 2018, 21:54 Uhr

Julius Thole und Clemens Wickler sind die große Überraschung beim Welttour-Finale der Beachvolleyballer in Hamburg. Das junge Nationalduo holte sich am Donnerstag Sieg Nummer zwei und drei und steht damit bereits sicher in der K.o.-Runde.

Im abschließenden Gruppenspiel gegen Polen können sich die krassen Außenseiter, die nur durch eine Wildcard beim Turnier der zehn weltbesten Mannschaften dabei sind, sogar die direkte Qualifikation für das Halbfinale sichern. «Wir können es noch nicht so richtig glauben, was abgeht. Jedes Spiel wird geiler», sagte der aus Starnberg stammende Wickler. Insgesamt geht es im umgebauten Tennisstadion am Rothenbaum um 800.000 Dollar Preisgeld.

Nach dem Auftaktsieg gegen Russland fertigten der 21-jährige Hamburger Thole und sein zwei Jahre älterer Partner am zweiten Turniertag zunächst die italienischen Olympia-Zweiten Paolo Nicolai und Daniele Lupo mit 2:1 (21:17, 18:21, 15:13) ab. Dann siegten die deutschen Youngster auch gegen die Weltranglisten-Dritten Janis Smedins und Aleksandrs Samoilovs aus Lettland mit 2:1 (17:21, 21:12, 15:8). «Wir sind in jedem Spiel Außenseiter, so gehen wir es auch weiter an», erklärte Jura-Student Thole. Erst seit Januar spielt er mit dem zweimaligen deutschen Meister Wickler zusammen. Beide trainieren im zentralen Beach-Stützpunkt in Hamburg.

Chantal Laboureur und Julia Sude, die deutsche Nummer eins bei den Damen, kämpften sich nach einer 1:2-Auftaktniederlage gegen die US-Amerikanerinnen Summer Ross und Sara Hughes zurück ins Turnier. Mit einem 2:0 (24:22, 21:19) gegen die niederländischen Europameisterinnen Sanne Keizer und Madelein Meppelink hat das Duo aus Stuttgart und Friedrichshafen wieder alle Chancen. Victoria Bieneck und Isabel Schneider (Hamburg) dagegen verloren auch ihr zweites Spiel mit 1:2 (22:20, 13:21, 12:15) gegen die tschechischen Weltranglisten-Ersten Barbora Hermannova und Marketa Slukova.

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