Tennis : Tunesien nach Israel-Boykott von Davis Cup ausgeschlossen

Der Tunesier Malek Jaziri hatte mit dem Verzicht auf das Spiel gegen den Israeli Amir Weintraub für Ärger gesorgt.
Der Tunesier Malek Jaziri hatte mit dem Verzicht auf das Spiel gegen den Israeli Amir Weintraub für Ärger gesorgt.

Der Weltverband ITF hat einen Israel-Boykott des tunesischen Tennisverbandes mit einem einjährigen Ausschluss aus dem Davis Cup bestraft.

shz.de von
02. November 2013, 14:01 Uhr

Die Nordafrikaner dürfen 2014 nicht an dem prestigeträchtigem Wettbewerb teilnehmen, beschloss der ITF-Vorstand im italienischen Cagliari einstimmig. Tunesiens Verband habe der international gängigen Sportpraxis zuwidergehandelt, hieß es in der Mitteilung.

Tunesiens bester Profi Malek Jaziri war vergangenen Monat auf Anweisung seines nationalen Verbandes bei einem zweitklassigen ATP-Turnier nicht zu seinem Viertelfinale gegen einen Israeli angetreten. Der damalige Weltranglisten-169. zog beim Challenger-Turnier in Taschkent für die Partie gegen Amir Weintraub zurück.

ITF-Präsident Francesco Ricci Bitti sagte: «Es gibt keinen Platz für irgendwelche Vorteile in Sport und Gesellschaft. Wir haben uns für eine starke Botschaft an Tunesiens Verband entschieden, dass solche Aktionen jedes unserer Mitglieder nicht toleriert wird. Das sollte ihnen eine Lehre sein.» Tunesiens Tennisteam spielt derzeit in der dritten Liga des Davis Cups.

ITF-Mitteilung

Kurzproträt Malek Jaziri auf ATP-Homepage

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