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Australian Open : Kerber und Barthel siegen in Höllenhitze

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Den norddeutschen Tennisdamen scheint die Hitze von Melbourne gut zu bekommen: Angelique Kerber und Mona Barthel haben die dritte Runde erreicht. Sabine Lisicki musste ihre Sachen packen.

Angelique Kerber, Mona Barthel und Florian Mayer haben den Hitzetest bei den Australian Open bestanden. Das deutsche Tennis-Trio erreichte in Melbourne trotz hoher Temperaturen von mehr als 40 Grad die dritte Runde. Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki musste den extremen Bedingungen dagegen Tribut zollen. Die Berlinerin verlor am Mittwoch gegen die Rumänin Monica Niculescu mit 6:2, 2:6, 2:6 und erlebte damit eine herbe Enttäuschung.

„Ich habe eineinhalb Sätze lang alles richtig gemacht, aber dann hat die Hitze mich gekriegt“, sagte Lisicki nach der Niederlage enttäuscht. „Irgendwann ist es einfach zu heiß, um Leistungssport zu betreiben.“ In der brütenden Hitze begann die 24-Jährige stark und setzte die Rumänin mit offensivem Spiel unter Druck. Nach nur 33 Minuten sicherte sich Lisicki den ersten Satz und schien auf dem Weg zu einem ungefährdeten Sieg.

Doch wie aus dem Nichts lief bei der Nummer 15 der Tennis-Welt von Anfang des zweiten Satzes an nichts mehr zusammen. Lisicki unterliefen leichte Fehler in Serie. Weder der zuvor gute Aufschlag noch die wuchtige Vorhand waren zu sehen. „Das ist so, wenn die Hitze den Körper übernimmt“, schilderte die deutsche Nummer zwei ihre Erfahrungen auf dem Platz. Auch eine zehnminütige Hitze-Pause nach dem verlorenen zweiten Satz konnte sie nicht mehr retten.

Besser mit den extremen Temperaturen zurecht kam Kerber. Die deutsche Nummer eins bezwang die Russin Alla Kudrjawzewa in nur 62 Minuten mit 6:4, 6:2 und war froh, nicht länger als nötig auf dem Platz zu stehen. „Die Hitze ist unmenschlich“, sagte die Kielerin. „Ich denke, es ist sehr wichtig, dass ich ein paar Kräfte sparen konnte.“ 

Allen Strapazen zum Trotz schaffte auch Barthel das Weiterkommen. Die Schleswig-Holsteinerin sprach aber nach ihrem 4:6, 6:3, 6:4 Luksika Kumkhum aus Thailand ebenfalls von einer außergewöhnlichen Belastung. „Ich habe so viel getrunken wie ich konnte“, sagte die 23-Jährige, die nun auf Flavia Pennetta aus Italien trifft.

An seine körperlichen Grenzen musste auch Mayer gegen den Russen Michail Juschni gehen. Mehr als drei Stunden lang boten sich beide bei über 40 Grad einen erbitterten Fight. Doch Mayer biss sich durch und verwandelte seinen dritten Matchball. Der Bayreuther steht damit zum dritten Mal in Melbourne in der dritten Runde. „Ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich das geschafft habe“; sagte der Davis-Cup-Spieler nach dem 6:4, 3:6, 6:3, 3:6, 6:3.

Ohne Mühe meisterte die Weltranglisten-Erste Serena Williams ihre zweite Runde. Gegen Vesna Dolonc aus Serbien gewann die Amerikanerin klar mit 6:1, 6:2. Damit zog die Topfavoritin nach Siegen bei den Australian Open mit der legendären Margaret Court gleich. Es war der 60. Erfolg von Williams bei den Australian Open. Novak Djokovic hielt es auf dem Centre Court vor den Augen von Boris Becker ebenfalls kurz. Gegen den Argentinier Leonardo Mayer siegte der Titelverteidiger klar mit 6:0, 6:4, 6:4.

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erstellt am 15.Jan.2014 | 09:51 Uhr

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