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Als WM-Fünfte nach Hause : «Spuren im Sand»: Beach-Duo Laboureur/Sude mit neuen Zielen

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Während die Rio-Siegerinnen Ludwig/Walkenhorst auch bei der Beach-WM wieder den Sprung in die Medaillenphase geschafft haben, dürfen die Mitfavoriten Laboureur/Sude nur noch zuschauen. Ihren Auftritt in Wien werten sie dennoch als Fortschritt und setzen sich neue Ziele.

«Es war nicht unser Tag», sagte Julia Sude ohne Umschweife. Ihre Partnerin Chantal Laboureur war «einfach enttäuscht» darüber, dass die entscheidende WM-Phase auf der Wiener Donauinsel nun ohne sie über die große Beachvolleyball-Bühne geht.

Während die nach vielen Sorgen und Verletzungs-Problemen rechtzeitig wiedererstarkten Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst (Hamburg) um ihre erste WM-Medaille spielen, bleiben den Weltranglisten-Zweiten Laboureur/Sude nach dem ersten schwächeren Spiel nur Rang fünf, 18 000 Dollar Preisgeld und die Zuschauerrolle.

«Es haben viele Sachen nicht funktioniert», kommentierte Laboureur das 0:2 (15:21, 16:21) im Viertelfinale gegen die als WM-Mitfavoriten gehandelten Kanadierinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes. Vor allem im Angriff fand das deutsche Nationalteam aus Stuttgart und Friedrichshafen gegen die große kanadische Blockerin Pavan (1,96 Meter) und die schnelle Humana-Paredes keine erfolgreiche Strategie. «Es war schwierig, über Sarah drüber zu kommen und auch die Abwehr auszuspielen», sagte die Medizinstudentin Laboureur (27).

Trotzdem reisen Laboureur/Sude mit ein wenig «Stolz» nach Hause, betonte die erfahrene Sude (29): «Wir sind hier gut in den Rhythmus gekommen.» Für ihr neues Team hinter dem Team mit Trainer, Sportpsychologe und anderen Experten war Wien auch die erste große gemeinsame Bewährungsprobe. «Viele haben uns unterstützt, damit wir uns ganz auf den Sport konzentrieren konnten», sagte Sude.

Fünf Siege ohne Satzverlust waren das Resultat, bevor die Hürde Kanada zu hoch war. «Am Anfang hatte ich nicht gedacht, dass wir so weit kommen, weil die Erwartungen von außen und auch von uns selbst sehr hoch waren. Das war eine neue Situation», sagte Sude.

Das Fernziel Olympia 2020 ist fest im Visier. Und auch für diese Saison gibt es noch Ziele: «Wir haben noch drei Höhepunkte: Die EM, das Welttour-Finale in Hamburg und die deutschen Meisterschaften. Da werden wir jetzt nicht die Beine hochlegen», betonte Blockerin Sude: «Wir wollen noch ein paar Spuren im Sand hinterlassen.»

Der fünfte Platz in Wien habe sich «ganz anders» angefühlt als die gleiche Platzierung vor sechs Jahren in Rom, als sie noch gemeinsam mit der jetzigen DVV-Sportdirektorin Jana Köhler überrascht hatte. «Damals war ich noch überwältigt von allem, jetzt habe ich schon einige Erfahrung mehr», sagte Sude.

Die angehende Zahnmedizinstudentin hofft auf weitere Normalisierung des Verhältnisses mit dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV), der dem Duo bei der Neu-Organisation des Spitzenbereichs lange die volle Unterstützung versagt hatte. «Wir sind weiter im Gespräch», bemerkte Sude, auch wenn sie «keine größeren Erwartungen» habe. «Wir wollen weiter sportlich erfolgreich sein. Das ist die beste Antwort.»

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erstellt am 04.Aug.2017 | 15:41 Uhr

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