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Nach MRSA-Infektion in Rio de Janeiro : Segler Erik Heil fordert von Olympia-Organisatoren Konsequenzen

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Segel-Europameister Heil geht es nach einer bakteriellen Infektion nach der olympischen Testregatta in Rio besser. Nun appelliert der Berliner an die Olympia-Organisatoren, die Gewässer zu säubern.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2015 | 16:45 Uhr

Kiel | Segler Erik Heil hat sich eine durch multiresistente Bakterien (MRSA) verursachte Infektion zugezogen. Das bestätigte eine Laboranalyse der Berliner Charité, wie der 49er-Europameister am Dienstag mitteilte. Heil war in der vergangenen Woche nach seinem Einsatz bei der Testregatta in Rio de Janeiros umstrittenem Olympia-Revier mehrere Tage lang ambulant in der Klinik behandelt worden. Inzwischen ist der Berliner an seinen Trainingsort Kiel zurückgekehrt und befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Wenn die Ärzte zustimmen, will er in der kommenden Woche wieder auf die Ostsee. An die Olympia-Organisatoren appellierte Heil: „Sie sollten alles in ihrer Macht Stehende für eine Säuberung der Gewässer unternehmen.“ Eine Verlegung der olympischen Regatta 2016 fordert der Steuermann nicht. Das anspruchsvolle Revier, in dem er vor zwei Wochen Dritter bei der olympischen Generalprobe wurde, liegt ihm und seinem Vorschoter Thomas Plößel.

Heils Wundinfektionen an Beinen und Hüfte sind mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit durch die Verunreinigungen in den brasilianischen Gewässern verursacht wurden. „Wo sonst? Die Entzündungen haben dort eineinhalb Wochen nach Segelbeginn angefangen“, bestätigte Heil, der vor allem den von Krankenhausabwässern verunreinigten Olympia-Hafen Marina da Gloria und weniger die Segelkurse in der Guanabara-Bucht als Quelle seiner Erkrankung in Verdacht hat.

Die Segler der Nationalmannschaft wollen nun ihre Schutzmaßnahmen verbessern, Neoprenkleidung öfter tauschen und Desinfektionsmaßnahmen ausbauen.

Im Falle ihrer noch ausstehenden Olympia-Qualifikation, bei der sich Heil/Plößel im November bei der WM in Argentinien gegen ihre führenden Teamkameraden Justus Schmidt/Max Boehme aus Kiel durchsetzen müssen, sehen sie Medaillenchancen für ihr Team.

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