Schwimm-Star : Rekord-Olympiasieger Phelps quälen immer noch Depressionen

Michael Phelps leidet unter Depressionen und will anderen Erkrankten helfen können. /EFE/EPA
Michael Phelps leidet unter Depressionen und will anderen Erkrankten helfen können. /EFE/EPA

Rekord-Olympiasieger Michael Phelps will Menschen mit Depressionen helfen. Der US-Schwimmer, der 23 Olympiasiege errang, leidet selbst an der Erkrankung.

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18. August 2018, 10:08 Uhr

«Ich möchte in der Lage sein, ein Leben zu retten, wenn ich es kann. Für mich ist das wichtiger, als eine Goldmedaille zu gewinnen», sagte er im Interview mit dem Sender CNN.

Vor «zwei, drei Wochen» machte Phelps eine «sehr schaurige Depression» durch. «Das wird in meinem Leben immer wieder vorkommen», sagte der 33-Jährige. Am Anfang seiner Erkrankung habe er keinen Therapeuten aufsuchen wollen. «Aber als ich es einmal gemacht hatte, habe ich mich besser gefühlt und war gesünder. Ich habe so viel über mich gelernt, was ich vorher nicht wusste.»

Seinen Tiefpunkt erlebte er nach Olympia 2012 in London, als er zum ersten Mal seinen Rücktritt erklärt hatte. «Es gab einen Teil meines Lebens, den ich am liebsten nicht kennengelernt hätte», sagte er.

2014 hatte Phelps erstmals öffentlich über seine Erkrankung gesprochen. Im selben Jahr war er vom US-Verband wegen einer Alkoholfahrt für ein halbes Jahr gesperrt worden. Phelps ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro hatte er seine Karriere beendet. Ein Comeback bei den Spielen 2020 in Tokio strebe er nicht an, sage er in dem Interview.

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