Bahn-WM : Levy holt Bronze - Vogel und Grabosch im Sprint-Halbfinale

Maximilian Levy zeigt bei der Siegerehrung seine Bronzemedaille.
1 von 2
Maximilian Levy zeigt bei der Siegerehrung seine Bronzemedaille.

Maximilian Levy hat mit Bronze im Keirin die nächste deutsche Medaille bei der Bahn-WM geholt. Die Vierer bei Männern und Frauen verpassen knapp Podiumsplätze, trösten sich aber mit deutschen Rekorden. Kristina Vogel und Pauline Grabosch sind im Halbfinale.

shz.de von
01. März 2018, 22:03 Uhr

Nach dem Gewinn der Europameisterschaft im Oktober hat sich Maximilian Levy auch auf Weltniveau zurückgemeldet. Nach drei Jahren ohne WM-Medaille gewann der 30-Jährige im Omnisport von Apeldoorn Bronze im Keirin.

Für den Bahnrad-Routinier war es die zehnte WM-Medaille seiner Karriere. Levy musste sich nur Fabian Puerta Zapata aus Kolumbien und Tomoyuki Kawabata aus Japan geschlagen geben.

«Max hat sich eindrucksvoll nach vielen Rückschlägen zurückgemeldet», sagte Bundestrainer Detlef Uibel. Bis zum Ausgang der letzten Kurve lag der Keirin-Weltmeister von 2009 sogar auf Goldkurs. «Die Zielgerade wurde länger und länger. Trotzdem freue ich mich über den Lohn für die Arbeit der letzten Monate», sagte Levy.

In der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung der Männer verpassten Felix Groß (Leipzig), Nils Schomber (Neuss), Theo Reinhardt (Berlin) und Kersten Thiele (Erfurt) die erste Medaille seit 2002, belegten aber einen starken vierten Platz und steigerten den deutschen Rekord auf 3:56,594 Minuten. Weltmeister wurde ein verjüngter Vierer aus Großbritannien in 3:53,389 Minuten.

«Es gab in der Vorbereitung viele Unstimmigkeiten. Wir haben uns hier super zusammengerauft und ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Wir haben noch viel mehr Potenzial», sagte Reinhardt. WM-Debütant Groß freute sich auch über den vierten Platz. «Wir haben gar nicht nach der Medaille geguckt, sondern nur auf den Rekord und dafür etwas ausprobiert - das hat geklappt», sagte der 19-Jährige.

Der deutsche Frauen-Vierer mit Lisa Brennauer (Durach), Charlotte Becker (Berlin), Gudrun Stock (München) und Franziska Brauße (Öschelbronn) belegte den fünften Platz. In 4:24,369 Minuten stellte das Quartett einen neuen deutschen Rekord auf.

Im Sprint der Frauen liegen Titelverteidigerin Kristina Vogel aus Erfurt und die EM-Vierte Pauline Grabosch aus Magdeburg - beide zusammen am ersten Tag Goldmedaillen-Gewinnerinnen im Teamsprint - auf Medaillenkurs. Nach der Dritt- und Zweitschnellsten Zeit in der Qualifikation erreichten beide ungeschlagen das Halbfinale und fahren hier am Freitag gegeneinander.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert