Radsport : Außenseiter Valgren gewinnt Amstel Gold Race - Sagan Vierter

Der 26 Jahre alte Däne Michael Valgren aus dem Astana-Team hat das Amstel Gold Race gewonnen. 1,8 Kilometer vor dem Ziel hatte er sich zusammen mit Roman Kreuziger von der Favoritengruppe knapp abgesetzt.

shz.de von
15. April 2018, 17:45 Uhr

Ein Außenseiter hat die Topfavoriten genarrt: Der 26 Jahre alte Däne Michael Valgren gewann die 53. Auflage des niederländischen Rad-Klassikers Amstel Gold Race und ließ den Topstars Peter Sagan und Alejandro Valverde keine Chance.

Der Parcours war mit 35 kurzen, aber giftigen Steigungen gespickt.

Der dänische Astana-Profi siegte nach 263 Kilometern vor dem Tschechen Roman Kreuziger, der das Rennen 2013 schon einmal gewann. Die beiden Fahrer hatten sich 1,8 Kilometer vor dem Ziel von einer achtköpfigen Fahrergruppe mit den Favoriten abgesetzt. Der Bora-hansgrohe-Kapitän Sagan, der am vergangenen Sonntag Paris-Roubaix gewonnen hatte, fuhr auf Rang vier vor Valverde, der Fünfter wurde.

Eine sechsköpfige Spitzengruppe, die lange allein an der Spitze fuhr, war knapp 18 Kilometer vor der im Vergleich zu den vergangenen Jahren veränderten Zielpassage von einer kleinen Fahrergruppe gestellt worden. Dann wechselte eine Attacke die nächste ab. Die zermürbende Fahrweise ließ im Finale sogar die Kräfte des sonst fast übermächtigen Sagan schwinden. Den entscheidenden Vorstoß von Valgren, der im Februar den Omloop Het Nieuwsblad gewonnen hatte, konnte der Slowake in Berg en Terblijt nicht mehr mitgehen.

Die deutschen Profis spielten in der Endphase keine Rolle. Die Prominenz fehlte ohnehin: John Degenkolb hatte sich nach Paris-Roubaix mit Knieproblemen für das Amstel Gold Race abgemeldet. Er will am 1. Mai beim Frankfurter Traditionsrennen in Eschborn zurück sein. Tony Martin war ebenfalls nicht am Start: Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister inspizierte den WM-Parcours von Innsbruck.

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