Global Champions Tour : Ahlmann verpasst erneuten Sieg beim Großen Preis von Berlin

Der deutsche Reiter Christian Ahlmann ritt auf seinem Pferd Clintrexo beim Großen Preis von Berlin auf Rang zwei.
Der deutsche Reiter Christian Ahlmann ritt auf seinem Pferd Clintrexo beim Großen Preis von Berlin auf Rang zwei.

Sechs Tage nach dem Erfolg von Marcus Ehning in Aachen reiten die Deutschen auch in Berlin erfolgreich. Den Sieg sichert sich beim Höhepunkt des Hauptstadt-Turniers aber ein Springreiter aus Italien.

shz.de von
28. Juli 2018, 17:29 Uhr

Die Wiederholung des Vorjahressieges hat Christian Ahlmann beim Großen Preis von Berlin nur um einen Platz verpasst. Der 43 Jahre alte Springreiter aus Marl ritt beim Höhepunkt des Hauptstadt-Turniers auf Rang zwei.

Mit seinem Pferd Clintrexo verpasste Ahlmann den Sieg, weil er im Stechen deutlich zu langsam ritt.

«Das ist ein Pferd für die Zukunft», sagte Ahlmann über seinen Hengst. «Die Resultate werden immer besser.» Die mit 300 000 Euro dotierte Prüfung gewann Alberto Zorzi mit Fair Light. Der Italiener war im Stechen mit acht Paaren der mit Abstand schnellste Reiter in 35,53 Sekunden. Ahlmann benötigte mit Clintrexo 36,65 Sekunden. Dritter wurde der Belgier Pieter Devos mit Claire (37,96). Zweitbester deutscher Starter war der ebenfalls fehlerfreie Daniel Deußer, der mit Calisto Blue (41,04) auf Rang fünf kam.

Das vor einem Jahr erstmals ausgetragene Turnier in der Hauptstadt gehört zur Global Champions Tour und ist die zwölfte von 17 Etappen der Millionen-Serie. In dieser Saison gab es bisher noch keinen deutschen Sieg. Für die bisher besten Platzierungen hatte Deußer gesorgt, der in Mexiko-Stadt und Chantilly jeweils den zweiten Platz belegte und nun im Ranking Fünfter ist. Es führt der Brite Ben Maher.

Deußer war mit Rang fünf zufrieden. Der in Belgien lebende Hesse ritt das erste Mal bei einem Fünf-Sterne-Turnier mit dem Wallach Calisto Blue. «Die Feinabstimmung ist noch nicht ganz so da», sagte Deußer. Daher ritt er im Stechen mit dem neuen Pferd ohne allzu großes Risiko und blieb fehlerfrei.

Riskant ritt hingegen Marcus Ehning, der am vergangenen Sonntag den Großen Preis von Aachen gewonnen hatte und im Stechen von Berlin erneut auf den Sieg aus war. Nach einem Abwurf mit Cornado nahm er aber das Tempo heraus und kam auf Rang sieben.

Ludger Beerbaum verpasste die entscheidende Runde durch einen Abwurf mit Casello und kam auf Platz 13. «Das ist okay, aber ich hätte natürlich nichts dagegen gehabt, auch im Stechen zu sein», kommentierte der Routinier aus Riesenbeck.

Die Qualifikation für den Großen Preis verpasst hatte Michael Jung. Der dreimalige Vielseitigkeits-Olympiasieger, der sich häufiger mit den Springsport-Spezialisten misst, kassierte mit seinem Pferd Solution acht Strafpunkte.

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