zur Navigation springen

Motorsport : Zoff im deutschen Lager: Schrötter kritisiert Cortese

vom

Marcel Schrötter machte aus seinem Frust keinen Hehl. Sichtlich verärgert gab der deutsche Moto2-Pilot nach dem Motorrad-Grand-Prix von Indianapolis Fernsehinterviews.

Der Grund? Schrötter fühlte sich im ersten Rennen nach der vierwöchigen Sommerpause von Kontrahenten wie seinem deutschen Landsmann Sandro Cortese unfair ausgebremst und damit um ein besseres Ergebnis als Platz 15 gebracht.

«Es gibt einfach Leute, die überholen so blödsinnig», monierte Schrötter am Sonntagabend (Ortszeit) bei Sport1: «Ich musste zweimal durchs Gras fahren und habe so viel Boden verloren.»

In der kleinsten der drei Rennklassen geht es hart zur Sache, kein Feld ist so eng beieinander, ist das In-die-Punkte-Fahren so schwer. Dementsprechend kompromisslos sind teils die Fahrer. Das hat auch Aufsteiger Cortese mittlerweile gelernt. Gelassen reagierte er auf die Kritik Schrötters. «Sagen wir es so, das ist die Moto2. Wenn man da eine Tür offen lässt, dann fährt einer rein. Ich habe die Lücke gesehen, habe überholt und ihn nicht berührt. Hätte ich ihn berührt, wäre es vielleicht ein bisschen kritisch gewesen», sagte er.

Der Moto3-Weltmeister des Vorjahres beteuerte: «Das war ein normales Manöver. Marcel ist ja selber schon mal rausgefahren, es war nicht meine Schuld, dass er das Rennen verloren hat.» Cortese verpasste als 16. einen WM-Punkt, den schnappte ihm Schrötter weg. Der wollte aber mehr: «Das ist schade und sehr enttäuschend.»

Insgesamt war der Start für die Deutschen in die zweite Saisonhälfte durchwachsen. Während in allen drei Rennklassen mit Marc Marquez (MotoGP), Alex Rins (Moto3) und Esteve Rabat (Moto2) Spanier siegten, konnte lediglich Jonas Folger in der Moto3 als Vierter ansteigende Form nachweisen und zufrieden sein. Noch auf dem Sachsenring bauten bei Folger die Reifen dramatisch ab, er wurde lediglich Achter. Nun blickt der Bayer zuversichtlich auf das Rennen in Brünn am kommenden Wochenende. «Ich bin unheimlich stolz, dass wir das jetzt in den Griff gekriegt haben. Das ist ein Fortschritt», sagte der Brünn-Sieger von 2012 dem Internetportal speedweek.com.

Für Stefan Bradl war der zweite US-Grand-Prix mit Rang sieben indes eine Enttäuschung. Nach Platz zwei in Laguna Seca vor der Pause hatte der Zahlinger mehr erwartet. «Wir sind im Großen und Ganzen mit stumpfen Waffen rumgefahren. Der siebte Platz ist alles andere als das, was wir uns vorgenommen haben», bilanzierte der 23-Jährige bei Sport1 geknickt. Er hatte Probleme mit dem Vorderreifen, war an dem Wochenende dreimal gestürzt, so auch im Qualifying.

«Drei Stürze sind definitiv zwei zu viel», sagte Bradl selbstkritisch: «Ich glaube auf jeden Fall, dass wir wieder einen Schritt nach vorne machen können in Brünn. Dieses Wochenende haben wir uns ein bisschen ins Schlamassel geritten. Aber ich freue mich auf Brünn, dann können wir das Ganze wieder ausmerzen.» In Tschechien hatte Bradl 2008 seinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Aug.2013 | 09:20 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen