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Motorsport : Bradl stürzt in Sepang und bricht sich den Knöchel

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Für Stefan Bradl war der Große Preis von Malaysia vor dem Rennen schon beendet. Der 23-Jährige erlitt bei seinem Trainingssturz zum Motorrad-WM-Rennen in Sepang eine Fraktur des rechten Knöchels und wurde noch am Samstagabend in Kuala Lumpur operiert.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2013 | 09:28 Uhr

Im Sports Medicine Centre Kuala Lumpur wurden dem Zahlinger zwei Schrauben eingesetzt, die die transversale Fraktur fixieren sollen. Das teilte sein Rennstall Honda mit. Bradl soll nach dem Eingriff unter Vollnarkose das Krankenhaus schon wieder am Sonntagmorgen verlassen.

«Die Operation ist gut verlaufen. Stefan geht es gut und am Montag werden wir mit der Physiotherapie beginnen. Am Donnerstag werden wir uns in Phillip Island noch mal mit dem medizinischen Team zusammen setzen und können dann eine klarere Prognose abgeben», sagte Teammanager Lucio Cecchinello.

Bradl war in einer langsamen Kurve gestürzt. Als er von der Piste rutschte, verhakte sich sein Knöchel in einem Stück Kunstrasen, was ihm zum Verhängnis wurde. Bei dem Sturz habe er gebremst, dabei sei ihm das Vorderrad weggerutscht. «Das war mein Fehler», räumte Bradl ein.

Unter Umständen will Bradl bereits am nächsten Wochenende beim Großen Preis von Australien wieder starten. «Unmöglich ist gar nichts. Aber ein Comeback in Motegi in zwei Wochen ist realistischer», sagte Deutschlands einziger MotoGP-Pilot mit Blick auf das darauffolgende Rennen in Japan.

Für Bradl wird es an diesem Sonntag der erste Rennausfall nach 32 Grand Prix' in Serie. Dabei sah es auch in Sepang zunächst gut aus für den Bayern, der in dieser Saison schon zwölfmal in die Top Ten fuhr. Rang vier hatte er im dritten Freien Training belegt, ehe er im vierten Übungsdurchgang folgenreich zu Fall kam.

Startplatz eins für das Rennen in der Königsklasse sicherte sich der gesamtführende Marc Marquez. Für den Spanier ist das in seinem ersten Jahr in der MotoGP bereits die achte Pole Position. Das schaffte vor ihm noch keiner.

In der Moto3-Klasse konnten die deutschen Piloten nicht an die guten Ergebnisse vom vorangegangenen Großen Preis von Aragon anknüpfen, bei dem Philipp Öttl und Jonas Folger auf die Ränge sechs und sieben gefahren waren.

Folger beendete das Qualifying als Zehnter 0,914 Sekunden hinter dem WM-Leader Luis Salom aus Spanien. Öttl kam noch zwei Plätze dahinter ein. Toni Finsterbusch aus Hohenossig wurde 26., Jean-Luca Amato aus Bergisch Gladbach geht auf Startposition 30 ins Rennen.

Folger leidet noch unter den Nachwehen seiner Knöcheloperation und blieb im Verkehr stecken. «In einer richtig schnellen Runde mit drei Sektorbestzeiten wurde ich im letzten Abschnitt aufgehalten und die Runde war somit ruiniert», sagte Folger, der Schmerzmittel nahm: «Das Rennen wird besonders hart, da mir wegen der Trainingspause nach der Verletzung noch die Kraft im Fuß fehlt.»

Florian Alt aus Nümbrecht fehlte beim Qualifying, weil er beim dritten Training in der letzten Runde stürzte und sich den rechten Arm brach. Am Freitag hatte sein Rennstall Kiefer Racing bekanntgegeben, dass Alt für 2014 keinen Vertrag bekommt. Er ist mit 1,84 Meter zu groß geworden für die kleinen Maschinen.

Ein Jahr nach seinem WM-Sieg in der Moto3-Klasse an gleicher Stelle fuhr Sandro Cortese aus Berkheim in der Moto2 im Qualifying auf Platz 13 und lag einen Rang hinter dem Pflugdorfer Marcel Schrötter. Beiden untermauerten ihre Anwartschaft auf WM-Punkte, ohne echte Chancen auf Podestplätze in dem Rennen am Sonntag zu haben.

Bradl bei Twitter

Bradls Rennstall bei Twitter

Speedweek

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