Hallen-Meeting : Robert Harting bei Abschiedstour: Zweiter in Berlin

Diskuswerfer Robert Harting war der Star beim Berliner Hallen-Meeting.
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Diskuswerfer Robert Harting war der Star beim Berliner Hallen-Meeting.

Nun läuft der Abschieds-Countdown: Diskus-Ass Robert Harting hat die Berliner Fans beim ISTAF Indoor noch einmal begeistert. Es war sein letztes Hallenmeeting - und auch für Platz zwei wurde er gefeiert. Am 2. September ist dann endgültig Schluss für den Olympiasieger.

shz.de von
26. Januar 2018, 22:59 Uhr

Diskus-Star Robert Harting hat seine Abschiedstournee mit einem zweiten Platz beim ISTAF Indoor eingeläutet und die 12.100 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena total begeistert.

Die Fans feierten den 33 Jahre alten Berliner, der beim weltweit größten Leichtathletik-Hallenmeeting im letzten Versuch noch 62,32 Meter schaffte, am Freitagabend schon vor dem ersten Wurf mit tosendem Beifall. Den Sieg in der Hauptstadt sicherte sich der Olympia-Sechste Lukas Weißhaidinger aus Österreich mit 63,91 Metern vor Harting und dem Olympia-Dritten Daniel Jasinski aus Wattenscheid (61,86).

Harting, der Olympiasieger und dreimalige Weltmeister wird im August noch bei der Heim-EM starten. Am 2. September will er seine erfolgreiche Karriere beim ISTAF im Olympiastadion beenden.

Weitere deutsche Siege feierten Sprinterin Tatjana Pinto aus Paderborn und ganz überraschend die Hamburger Weitspringerin Nadja Käther. Die 29-Jährige gewann allerdings mit mäßigen 6,56 Metern - und hielt damit sogar Olympiasiegerin Tianna Bartoletta (USA), die mit 6,38 Metern nur Vierte wurde, auf Distanz.

Pinto gewann das 60-Meter-Finale in 7,13 Sekunden knapp vor Mujinga Kambundji aus der Schweiz (7,14). Zweitbeste Deutsche war Lisa Mayer aus Wetzlar als Vierte (7,17) vor Gina Lückenkemper aus Leverkusen (7,19). «Der Vorlauf war schon echt sensationell. Dass ich gut drauf bin, hat sich schon im Training angedeutet. Vor dieser Kulisse hier zu laufen, das ist einfach der Hammer», sagte Pinto. Die 25-Jährige aus Paderborn hatte schon im Vorlauf mit 7,08 Sekunden eine Weltjahresbestzeit in der noch jungen Hallensaison markiert und sich für die Hallen-WM Anfang März in Birmingham empfohlen.

Der Chinese Su Bingtian gewann das Männer-Finale in 6,55 Sekunden überlegen vor dem jungen Italiener Filippo Tortu (6,62) und dem schon 41 Jahre alten Kim Collins aus St. Kitts und Nevis (6,64). Für den deutschen Rekordhalter Julian Reus aus Erfurt reichte es nach einem Fehlstart nur zum sechsten und letzten Platz (6,71).

Um einen Wimpernschlag entschied die WM-Dritte Pamela Dutkiewicz diesmal das Duell mit Europameisterin Cindy Roleder, den Sieg vor den besten deutschen Hürdenflitzerinnen sicherte sich aber Ex-Europameisterin Alina Talaj aus Weißrussland in 7,89 Sekunden. Dutkiewicz wurde in 7,93 starke Zweite vor ihrer zeitgleichen Dauerrivalin Roleder.

Der Pole Piotr Lisek hat den Stabhochsprung-Olympiasiegern Renaud Lavillenie und Thiago Braz da Silva die Schau gestohlen. Der WM-Zweite von 2017 gewann die Konkurrenz überlegen mit 5,83 Metern. Zweiter wurde der Brasilianer da Silva (5,70 Meter) vor dem höhengleiche Franzose Lavillenie, der seit vier Jahren den Weltrekord (6,16 Meter) hält. Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe wurde mit nur einem gültigen Versuch über 5,60 Meter Vierter.

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