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Suspendierung : IAAF-Council: Russlands Leichtathleten bleiben suspendiert

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Der Leichtathletik-Weltverband hat die Suspendierung des russischen Verbandes nicht aufgehoben. Dies teilte die IAAF, vier Tage vor der Eröffnung der Weltmeisterschaften in London, nach einer Councilsitzung in der britischen Hauptstadt mit.

«Es wurden große Fortschritte in Russland erzielt, aber einige wichtige Schritte sind noch nicht getan worden», erklärte Rune Andersen, Leiter der Tasksforce der IAAF. Er hatte der Führung des Weltverbandes einen Bericht mit der Empfehlung vorgelegt, die seit November 2015 gültige Sperre wegen systematischen Dopings nicht aufzuheben.

Wichtigstes Argument gegen eine Aufhebung der Suspendierung ist die noch nicht vollständig arbeitsfähige Anti-Doping-Agentur Russlands (RUSADA). «Die Agentur hat früher mehr als 18 000 Doping-Tests pro Jahr gemacht, momentan sind es nur ein paar Tausend», berichtete Andersen. Sein Report wird auf dem IAAF-Kongress am Donnerstag vorgelegt werden - mit dem Vorschlag, die Suspendierung des russischen Verbandes RUSAF bestehen zu lassen.

Nach dem von der IAAF ausgesprochenen Bann im November 2015 durfte bei den den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nur die russische Weitspringerin Darja Klischina teilnehmen. Im vergangenen Jahr war außerdem noch Whistleblowerin und Mittelstreckenläuferin Julia Stepanowa ein Startrecht zuerkannt worden.

Bei der WM in London dürfen 19 Russen als «neutrale Athleten» teilnehmen. Um unter neutraler Fahne antreten zu dürfen, müssten sie den Nachweis erbringen, außerhalb des Anti-Doping-Systems ihres Landes getestet worden zu sein.

Andersen-Report zu Russland

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erstellt am 31.Jul.2017 | 22:17 Uhr

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