NBA-Star : James: Trump missbraucht Sport zur Spaltung der Gesellschaft

Basketball-Star LeBron James kritisiert US-Präsident Trump für dessen Verhalten in der Debatte über Respekt vor der US-Nationalhymne. Maracio Jose Sanchez/AP
Basketball-Star LeBron James kritisiert US-Präsident Trump für dessen Verhalten in der Debatte über Respekt vor der US-Nationalhymne. Maracio Jose Sanchez/AP

Basketball-Superstar LeBron James hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, die Debatte über Respekt vor der US-Nationalhymne für seine politischen Zwecke zu missbrauchen.

shz.de von
31. Juli 2018, 07:53 Uhr

«In den vergangenen Monaten habe ich festgestellt, dass er den Sport dazu benutzt, um uns zu spalten», sagte der dreifache NBA-Champion dem US-Nachrichtensender CNN.

James bezog sich bei seinen Aussagen auf die anhaltende Nationalhymnen-Diskussion in der amerikanischen Football-Liga NFL sowie auf die Tatsache, dass NBA-Kollegen wie Stephen Curry vom Meister Golden State Warriors einen Besuch im Weißen Haus aus Protest gegen Trumps Verhalten und Politik abgelehnt haben.

«Ich kann mich nicht einfach zurücklehnen und nichts sagen», erklärte James, der am 30. Juli in seiner Heimatstadt Akron im US-Bundesstaat Ohio eine durch seine Wohltätigkeitsstiftung finanzierte Lerneinrichtung für Grundschulkinder eröffnete.

Vor zwei Jahren hatte San Franciscos Quarterback Colin Kaepernick als erster NFL-Profi während des Abspielens der US-Nationalhymne gekniet. Er wollte damit ein Zeichen setzen gegen Diskriminierung, Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze. Viele Sportler auch außerhalb des American Footballs schlossen sich an. Ihre gebeugten Knie spalteten die Liga und Zuschauerschaft - und riefen auch Trump auf den Plan, der die Spieler als «Hurensöhne» beschimpfte und von den Vereinsbossen ihre Entlassung forderte.

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