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Mit Schmerzen ins Ziel : Frodeno gewinnt Ironman in Österreich

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Es tat weh, die letzten Meter konnte Jan Frodeno dennoch genießen. Erstmals gewann er in Klagenfurt. Der Virus in der Vorbereitung machte eine noch bessere Zeit zwar zunichte. Mit Blick auf Hawaii läuft aber alles soweit nach Plan.

shz.de von
erstellt am 02.Jul.2017 | 15:46 Uhr

Den Lorbeerkranz und die Medaille für seinen ersten Sieg beim Ironman Austria ließ sich Jan Frodeno im Sitzen überreichen.

Trotz eines Virus in der unmittelbaren Vorbereitung auf seinen einigen Wettkampf über die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen setzte sich der 35-Jährige in Klagenfurt souverän vor den jubelnden Fans durch. «Ich habe solche Schmerzen», sagte Frodeno danach und dankte den Zuschauern: «Ihr habt es geschafft, dass ich sie kurz vergessen konnte.»

Schon vorher hatte er betont, dass Fabelzeiten nicht zu erwarten seien. Zu schwer wog die einwöchige Komplettpause und eine weitere mit sehr eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten.

Dennoch lag der zweimalige Weltmeister nach 46:29 Minuten Schwimmen im Wörthersee bereits knapp zwei Minuten vor dem Rest des Feldes. Für die schnelle, aber auch nicht flache Radstrecke benötigte Frodeno 4:19:45 Stunden. Den Marathon beendete er in 2:46:10 Stunden. Damit war der Streckenrekord aus dem Jahr 2011 des Austria-Rekordgewinners Marino Vanhoenacker von 7:45:58 Stunden für Frodeno nicht erreichbar.

Das scherte ihn im Ziel aber nicht. Frodeno genoss nach den Strapazen die letzten Meter und ging durchs Ziel. Kaum hinter der Linie, ließ er sich fallen und atmete erst einmal tief durch. Für die endültige Hawaii-Qualifikation hätte er lediglich das Rennen solide beenden müssen. So aber gelang Frodeno der insgesamt fünfte Sieg über die Langdistanz. Eneko Llanos aus Spanien kam nach 8:12:43 Stunden im Europark von Klagenfurt als Zweiter ins Ziel, der Ukrainer Wiktor Sjemzew wurde Dritter in 8:17:05 Stunden.

Für Frodeno läuft es auf dem Weg nach Kona zum angestrebten dritten WM-Titel in Serie am 14. Oktober ziemlich optimal. Anfang April hatte er nach einer beschwerdefreien zweiten Winterhälfte noch Pech, als er über die Halbdistanz nach einem Reifendefekt aufgab. Danach gelangen dem Olympiasieger von 2008 drei Siege über diese Distanz nacheinander, darunter beim 70.3 in Barcelona. Was er unbedingt vermeiden wollte: Im Sommer bereits den Leistungshöhepunkt zu erreichen und bis zur WM nicht mehr nachlegen zu können.

Mit seinem Erfolg in Klagenfurt kann er sich nun voll auf Hawaii konzentzieren. Und er kann einigermaßen entspannt am kommenden Sonntag verfolgen, in welcher Verfassung einige seiner Konkurrenten sind. Denn dann stehen die Challenge Roth, wo Frodeno vor einem Jahr den Weltrekord von 7:35:39 Stunden aufgestellt hatte, und die Ironman-EM in Frankfurt/Main auf dem Programm. In der Hessen-Metropole tritt auch Sebastian Kienle an, der Weltmeister von 2014 und WM-Zweite von 2015 und 2016 hinter Frodeno.

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