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WM in Ungarn : Freiwasserschwimmerin Wunram Siebte über zehn Kilometer

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Im Gegensatz zur WM 2015 gab es in Ungarn zum Start keine deutsche Medaille im Freiwasser. Das aber hatte auch niemand erwartet. Der Auftritt von Finnia Wunram macht Hoffnung auf dem Weg zu Olympia. Jetzt sollen im Plattensee ein bis zwei Plaketten folgen.

shz.de von
erstellt am 16.Jul.2017 | 13:24 Uhr

Die deutschen Freiwasserschwimmer durften auch ohne einen WM-Traumstart wie vor zwei Jahren zufrieden sein.

Angeführt von der couragierten Finnia Wunram auf Rang sieben präsentierten sich ein junges Trio und die bald 42-jährige Angela Maurer im Plattensee gut in Form. In den weiteren fünf Entscheidungen bis zum Freitag sollen in Ungarns berühmtestem Feriengebiet nun ein bis zwei Medaillen folgen.

«Finnia konnte sich am Ende in der Spitzengruppe behaupten. Das lässt hoffen für 2020», sagte Bundestrainer Stefan Lurz mit Blick auf die Olympischen Spiele in drei Jahren. Dass seine Männer jenseits der Top-Ränge über fünf Kilometer erstmals seit 2001 ohne Medaille blieben, konnte der Bruder von Rekordchampion Thomas Lurz verschmerzen.

Die 21-jährige Wunram vom SC Magdeburg zeigte über die olympischen zehn Kilometer die beste deutsche Leistung. Der WM-Dritten über fünf Kilometer von Kasan fehlten beim Sieg von Aurélie Muller aus Frankreich nach über zwei Stunden rund neun Sekunden zu einer Medaille. «Ich wollte unbedingt in die Top 10. Auf zehn Kilometern international mitzuhalten, war mir wichtig», sagte die glückliche Wunram.

Die junge Sportlerin, die bei den Titelkämpfen 2013 wegen eines Wendefehlers noch disqualifiziert worden war, sammelte weitere wertvolle Erfahrung auf dem Weg nach Tokio 2020. Bei den dann zweiten Sommerspielen ohne Thomas Lurz soll wieder eine deutsche Medaille her. Dass dann die bald 42-jährige Angela Maurer startet, ist unwahrscheinlich. Sie kam am Sonntag als 14. für ihre Spezialstrecke 25 Kilometer auf Touren.

«Finnia ist in der Weltspitze angekommen», sagte ihr Trainer Bernd Berkhahn und nahm gleich die Olympia-Qualifikation im Jahr 2019 ins Visier. Die ist auch das große Ziel des 22-jährigen Rob Muffels. Der Vize-Weltmeister von 2015 über fünf Kilometer konzentriert sich im Balatonfüred ganz auf die olympische Distanz.

Ohne Muffels hatten die deutschen Schwimmer in der ersten WM-Entscheidung nichts mit den Topplätzen zu tun. Die freiwasser-unerfahrenen Marcus Herwig (21 Jahre/Magdeburg) und Ruwen Straub (23/Würzburg), der anfangs führte, belegten beim Sieg des Franzosen Marc-Antoine Olivier die Plätze 26 und 28. «Okay» fand Trainer Lurz das Rennen seiner «Gründschnäbel».

Muffels will am Dienstag über zehn Kilometer vorne mitmischen, Wunram rechnet sich über die fünf Kilometer ebenso etwas aus wie die Staffel. Zum Abschluss möchte Maurer noch einmal groß auftrumpfen. «Die zehn Kilometer geben mir Mut für die 25», sagte die 41-Jährige.

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