Motorsport : Reizloses Reiseziel: Der Korea International Circuit

Das Rennen in Korea ist nicht unbedingt beliebt bei den Fahrern, das Zuschauerinteresse hielt sich trotz des Auftritts von Rapper Psy im letzten Jahr in Grenzen.
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Das Rennen in Korea ist nicht unbedingt beliebt bei den Fahrern, das Zuschauerinteresse hielt sich trotz des Auftritts von Rapper Psy im letzten Jahr in Grenzen.

Die Formel-1-Station Südkorea ist für die meisten Piloten kein beliebtes Reiseziel. Zwar gefällt den Fahrern der 5,615 Kilometer lange Kurs wegen seines hohen Spaßfaktors, doch die reizlose Umgebung und die fehlende Stimmung am Streckenrand trübt das Vergnügen gewaltig.

shz.de von
02. Oktober 2013, 09:56 Uhr

Der vor drei Jahren eröffnete Korea International Circuit liegt 350 Kilometer von der Hauptstadt Seoul entfernt in der Nähe des Ostchinesischen Meeres. Das Zuschauerinteresse an den Rennen mitten im Nirgendwo von Yeongam hielt sich seit der Premiere in engen Grenzen. Auch die eigentlich vorgesehene Weiterentwicklung der direkten Umgebung der Strecke zu einem touristischen Zentrum ist bislang nicht in Schwung gekommen.

Die Strecke aus der Feder des Formel-1-Baumeisters Hermann Tilke bleibt die meiste Zeit des Jahres unbenutzt. Daher ist der Asphalt zu Beginn des Grand-Prix-Wochenendes noch schmutzig und rutschig - eine zusätzliche Herausforderung für die Piloten. Als eines der Highlights gilt die 1,2 Kilometer lange Gerade, auf der die Autos weit mehr als 300 Stundenkilometer erreichen können. Achtung: Direkt danach geht es in eine extrem langsame Kurve. Wer sich hier verbremst, verliert wertvolle Sekunden.

Viele Fahrer vergleichen die Strecke mit elf Links- und sieben Rechtskurven mit einem Stadtkurs. Insgesamt sind 55 Runden zu absolvieren, das entspricht einer Gesamtdistanz von 308,630 Kilometern. Das Debütrennen 2010 gewann Ferrari-Pilot Fernando Alonso, weil dem führenden Sebastian Vettel der Motor seines Red Bull platzte. In den vergangenen beiden Jahren war dann stets Vettel vorn.

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