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Formel-1-Weltmeister : Fünf Lehren aus Lewis Hamiltons WM-Triumph in Austin

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Das Formel-1-Rennen war spannend wie ein Tatort: Doch die zwei Erzrivalen kommen ausgerechnet aus einem Team.

Austin | Lewis Hamilton hat die erste Gelegenheit direkt genutzt. Der Brite hat sich und seine überragende Formel-1-Saison mit dem dritten WM-Titel gekrönt. Er kann nun die restlichen drei WM-Läufe in diesem Jahr genießen. Wenn da nicht schon wieder Zoff mit seinem Teamkollegen Nico Rosberg wäre. Klar ist, dass der Kampf um die WM 2016 auch am kommenden Wochenende in Mexiko sowie danach in Brasilien und Abu Dhabi ihren Schatten vorauswerfen wird.

EINFACH PACKEND: Das US-Rennen war ganz große Show. Mehr ging nicht zur besten TV-Zeit in Europa. Tatort: Circuit of the Americas. Hauptdarsteller: Hamilton. Nebendarsteller: Rosberg und Sebastian Vettel von Ferrari. Qualifikation am Morgen, Rennen am Nachmittag Ortszeit. Überholmanöver, Kollisionen, Ausrutscher. Nach dem Chaos am Freitag und Samstag durch Regen und Sturm waren die Bedingungen beim Rennen eine Herausforderung. Es wurde ein Spektakel der Sonderklasse, das der Popularität der Formel 1 in den USA einen weiteren Schub verleihen dürfte.

 

MERCEDES-DUO: Höchste Gefahr bei Hamilton/Rosberg! Auf die Frage, wie lang das noch gutgehen kann, sagte Nico Rosberg: „Ich weiß es nicht.“ Was er im Moment dachte, als Hamilton ihn kompromisslos überholt hatte, wollte er nicht mal andeuten. Sie sprechen schon lange so gut wie nicht mehr miteinander. Nach diesem Rennen wohl gar nicht mehr. Hamilton genoss den verdienten WM-Erfolg nach zehn Siegen in 16 Rennen, Rosberg konnte es nicht ertragen. Er wirkte bei der Pressekonferenz mit Hamilton und Vettel wie einer, der nicht mehr mitspielen darf und gerade auch nicht will. Er bewarf Hamilton mit einer Kappe und wütete wegen des Anfangsmanövers. Das Wiedersehen in dieser Woche schon in Mexiko wird spannend. 

 

TITEL-TRIPLE: Hamilton hat ein großes Ziel erreicht! Das wollte er: Drei Titel, genau wie sein großes Idol Ayrton Senna. Die Anzahl der Grand-Prix-Siege der brasilianischen Formel-1-Legende hat er bereits um zwei übertroffen (43), seit Sonntag hat Hamilton auch genauso viele Weltmeisterschaften gewonnen. „Es gibt keinen anderen, zu dem ich schaue, mit dem ich gleichziehen will“, sagte Hamilton. Wenn er so weitermache, werde er weitere Titel gewinnen, meinte Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda.

VIERFACH-WELTMEISTER: Vettel ist bereit für das Duell 2016. „Es fühlt sich nicht gut an, wenn du über die Ziellinie fährst und weißt, dass du nicht mehr um die WM kämpfst.“ Im nächsten Jahr will Sebastian Vettel das nicht erleben. Die Zurückhaltung, die vor dem Saisonbeginn noch herrschte, ist längst gewichen. Stattdessen treibt große Zuversicht Vettel und die Scuderia an. Die Italiener entwickelten sich in rasanter Geschwindigkeit mit dem deutschen Star-Piloten zum ersten Mercedes-Herausforderer. Vettel kam zwölfmal aufs Podest, drei Siege gelangen ihm bisher. Und um Zoff wie Hamilton mit Rosberg muss sich Vettel keine Gedanken machen.

 

FÜNFFACH-AUS: Hülkenbergs Misere! Wie glücklich war er noch im Juni. Gefeierter LeMans-Gewinner. In seinem Hauptberuf als Formel-1-Pilot läuft es für Nico Hülkenberg dagegen seit Wochen denkbar schlecht. Auch am Sonntag erreichte er nach einer Karambolage nicht das Ziel. Fünfmal schon in diesem Jahr war ein Rennen der Motorsport-Königsklasse für den Force-India-Fahrer vorzeitig beendet. 

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erstellt am 26.Okt.2015 | 07:40 Uhr

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