Langjähriger Ferrari-Chef : Formel 1 trauert um Marchionne: «Führungsperson und Freund»

Sergio Marchionne ist im Alter von 66 Jahren gestorben.  
Sergio Marchionne ist im Alter von 66 Jahren gestorben.  

Die Formel 1 hat voller Bestürzung auf den Tod von Sebastian Vettels langjährigem Ferrari-Chef Sergio Marchionne reagiert.

shz.de von
25. Juli 2018, 19:47 Uhr

Sebastian Vettels Formel-1-Rennstall Ferrari hat den verstorbenen Sergio Marchionne als mutigen Anführer gewürdigt. Der langjährige Scuderia-Chef sei ein Mann von «enormer Menschlichkeit und Klugheit» gewesen. «Wir alle bei Ferrari fühlen uns privilegiert, an der Seite eines mutigen Anführers wie Sergio Marchionne gearbeitet zu haben», schrieb das Formel-1-Team am Mittwoch vor dem Grand Prix von Ungarn.

Marchionne hatte im Oktober 2014 den langjährigen Präsidenten Luca di Montezemolo an der Ferrari-Spitze abgelöst. Nach unerwarteten Komplikationen bei einer Operation in Zürich hatte sich der Zustand Marchionnes so stark verschlechtert, dass er seine Arbeit als Fiat-Chef sowie als Präsident und Vorstandschef von Ferrari nicht wieder aufnehmen konnte. Marchionne wurde 66 Jahre alt.

Der Geschäftsführer der Königsklasse des Motorsports, Chase Carey, bezeichnete Marchionne als «Führungsperson und Freund». Der Tod des langjährigen Chefs der Autobauer Fiat Chrysler und Ferrari war am Mittwoch bekanntgegeben worden. «Er war nicht nur in der Formel 1 und der Automobilwelt eine großartige Führungsperson, sondern in der Geschäftswelt insgesamt», erklärte Carey.

«Er hat mit großartiger Leidenschaft, Energie und Einsicht geführt und alle um ihn herum inspiriert. Sein Mitwirken an der Formel 1 ist unermesslich. Er war zudem für uns alle ein wahrer Freund, und wir werden ihn zutiefst vermissen», sagte Carey über den 66-Jährigen. Die Anteilnahme gelte seiner Familie und seinen Freunden.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff reagierte ebenfalls bestürzt. «Das ist ein trauriger Tag für uns alle in der Formel 1. Wir haben einen großen Unterstützer unseres Sports, einen leidenschaftlichen Wettbewerber, einen Mitstreiter und einen Freund verloren», teilte Wolff vor dem Formel-1-Rennen in Budapest am Sonntag mit. Tiefes Mitgefühl gelte Marchionnes Familie und allen beim Formel-1-Team von Ferrari «in dieser schwierigen Zeit». McLaren-Chef Zak Brown bedauerte den Verlust eines «großartigen Anführers und einer Ikone» der Automobilindustrie.

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