Olympiasiegerin von 2008 : Fechterin Heidemann beendet offiziell ihre Karriere

Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann hat ihre Karriere offiziell beendet.
Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann hat ihre Karriere offiziell beendet.

Fast zwei Jahre nach ihrem letzten Wettkampf hat Fecht-Olympiasieger Britta Heidemann auch offiziell einen Schlussstrich unter ihre erfolgreiche aktiven Karriere gezogen.

shz.de von
02. Februar 2018, 11:44 Uhr

«Es fällt mir nicht leicht, mich vom Leistungssport und aus der Wettkampf-Welt zu verabschieden, aber ich bin hoch motiviert, mich vermehrt für Themen zu engagieren, die in der Vergangenheit zu kurz gekommen sind», schrieb die 35-Jährige, die 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking Gold mit dem Degen gewann, auf ihre Homepage. Ihr letztes Gefecht bestritt sie am 17. April 2016, als sie die Olympiaqualifikation für Rio de Janeiro verpasste.

2007 war Heidemann bereits Weltmeisterin geworden, 2009 gewann sie auch den EM-Titel im Einzel. Dieses «goldene Triple» gelang keiner anderen Degenfechterin. «Nach reiflicher Überlegung habe ich mich für den Schritt entschieden, einen klaren Cut zu machen und mich von der internationalen Fechtbahn zu verabschieden. Dem Fechtsport werde ich aber auch weiterhin erhalten bleiben - in diesem Sinne: En garde!», erklärte Heidemann, die sich beim «Ball des Sports» in Wiesbaden bei einer «besonderen Aktion» verabschieden will.

Längst hat die Kölnerin und diplomierte China-Wissenschaftlerin eine Funktionärslaufbahn eingeschlagen. Seit 2016 setzt sich Heidemann unter anderem als Mitglied der IOC-Athletenkommission, als Präsidiumsmitglied des DOSB und als Botschafterin der Bundesregierung «Sport für Entwicklung» für Athleten und die Entwicklungschancen durch Sport ein. Seit 2017 sitzt sie zudem im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln und ist Kuratoriumsmitglied der DFL-Stiftung. «Auch wenn die eine Karriere jetzt vorbei ist, geht die zweite Laufbahn gerade erst richtig los. Ich werde voller Energie meine Ziele angehen und möchte auf diesem Weg so viele Menschen wie möglich mitnehmen.»

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