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Eishockey : Tomlinson klagt: Verantwortung wird gerne abgegeben

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Der neue Trainer Jeff Tomlinson hat in der schweren Krise des deutschen Eishockey-Meisters Eisbären Berlin Angst bei seinen Spielern ausgemacht.

«Bei uns trauen sich die Spieler gerade nicht, weil jeder denkt, er schießt sowieso kein Tor. Keiner will einen Fehler machen», sagte Tomlinson im Interview der «Berliner Morgenpost». Die Profis des DEL-Rekordmeisters würden ihr Niveau nicht erreichen, die Angreifer selten in die Nähe des Tores kommen. «Weil die Verantwortung in einer Situation, in der wir uns befinden, gerne abgegeben wird», versuchte der Deutsch-Kanadier die Offensivmisere der Eisbären zu erklären.

Angst habe er nicht, wegen der sechs Niederlagen aus neun Spielen und dem vorletzten Tabellenplatz entlassen zu werden, sagte Tomlinson: «Ich weiß, dass die Spieler Vertrauen haben in mich, sie hören mir zu.» Auch Manager Peter John Lee vertraue ihm. «Das ist für mich wichtig», sagte Tomlinson.

Um das Selbstvertrauen seiner Spieler wieder aufzubauen, möchte Tomlinson «die Jungs jetzt laufen lassen, ihnen die kindliche Freude am Spielen wiederbringen, ich werde ihnen Freiräume geben». Jetzt hart durchzugreifen, sei «genau das Falsche». Nach den ersten Niederlagen sei er böse gewesen, weil das Team nicht genug getan habe. Zuletzt hätten aber alle gewollt, «doch wir sind nicht belohnt worden», stellte der 43-Jährige fest.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 12:09 Uhr

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