Eishockey-Champions-League : Mission Final-Rückkehr: München in Schweden gefordert

Trainer Don Jackson ist mit dem EHC Red Bull München im Viertelfinale der Champions League favorisiert. /dpa
Trainer Don Jackson ist mit dem EHC Red Bull München im Viertelfinale der Champions League favorisiert. /dpa

Im Februar war Red Bull München im Finale der Champions League nah dran am großen Coup. Die Bayern kehrten aber ohne Pokal aus Schweden zurück. Nun ist der EHC erneut in Skandinavien gefordert und im Viertelfinale Favorit. Etwas Sorgen bereiten die Torhüter.

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02. Dezember 2019, 13:59 Uhr

So hatte sich der EHC Red Bull München die Einstimmung auf seine nächste Europareise nicht vorgestellt.

Das selbst verschuldete 2:5 im Derby bei den Augsburger Panther dämpfte beim deutschen Eishockey-Vizemeister zumindest für einige Stunden die Vorfreude auf das Viertelfinale in der Champions Hockey League. Als die Kufencracks von Coach Don Jackson am frühen Montagnachmittag ihren Flieger gen Norden bestiegen, dürfte die Motivation aber wieder gestiegen sein. Schließlich geht es nach Schweden, dorthin, wo die Münchner im Vorjahr ihr wichtigstes internationales Match bestritten hatten. Es war das Finale - und dort will der EHC wieder hin.

Dafür aber muss zunächst Djurgården Stockholm bezwungen werden, das Hinspiel in der schwedischen Hauptstadt steigt am Dienstag (18.00 Uhr). Anders als die Münchner, die in der Deutschen Eishockey Liga trotz des Patzers in Augsburg souveräner Tabellenführer sind, rangiert Champions-League-Neuling Djurgården in der Meisterschaft nur auf dem achten Platz. Von einem einfachen Los wollten die Münchner aber nicht sprechen. «Es gibt meiner Meinung nach keinen Favoriten in diesem Spiel», sagte Red-Bull-Stürmer Maximilian Kastner.

Nach dem Achtelfinal-Aus der Adler Mannheim und Augsburger Panther ist München der letzte deutsche Vertreter in der kontinentalen Eliteklasse. Das war im vorigen Winter nicht anders - und da wurde die Siegesserie des EHC erst im Finale in Göteborg gestoppt.

Jetzt geht es wieder nach Skandinavien, wo sich die Jackson-Truppe eine gute Ausgangslage für das Rückspiel sieben Tage später in München erarbeiten will. «In den vergangenen Jahren haben wir in der Champions League gezeigt, dass wir auch gegen schwedische Mannschaften mithalten und gewinnen können», sagte Kastner.

Dafür aber müssen die Münchner anders als noch in Augsburg von der Strafbank weg bleiben. «Wir haben heute eine große Lektion gelernt», haderte Coach Jackson im Rückblick auf gleich vier Augsburger Treffer, die München in Unterzahl kassiert hatte. «Wir waren zu undiszipliniert», sagte Stürmer Mark Voakes bei Magentasport.

Keine Fouls sind umso wichtiger, als dass dem EHC ein Torwartproblem droht. Olympia-Silbermedaillengewinner Danny aus den Birken fehlt wochenlang wegen einer Beinverletzung, Ersatzmann Kevin Reich ist erkrankt. Die Hoffnung auf eine Genesung ist aber da. «Es ist realistisch, dass Kevin in Stockholm zurück im Tor sein wird», meinte Jackson. Falls der Plan nicht aufgeht, muss wie schon in Augsburg der junge Daniel Fießinger ins Tor. Aber der tankte mit fünf Gegentoren in seiner ersten DEL-Partie nicht gerade viel Selbstvertrauen.

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