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Eishockey : Krupp schürt Gier bei Haien: «Geschmack des Erfolges»

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Bester Sturm, beste Abwehr, bester Torhüter - bestes Team: Die Kölner Haie sind derzeit in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) das Maß aller Dinge. Dass der achtmalige Meister am vergangenen Wochenende durch Siege in den Spitzenspielen in Mannheim (5:2) und Nürnberg (5:3) die Tabellenspitze übernahm, kommt nicht von ungefähr.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 11:38 Uhr

«Wir sind zufrieden mit der Art und Weise, wie die Mannschaft spielt. Sie ist defensiv und offensiv so gut, dass wir erfolgreiches Eishockey spielen können», sagte Uwe Krupp. Auch im Erfolgsfall bleibt er gewohnt sachlich. Der Trainer und sportliche Leiter beim Vizemeister steht seit seiner Amtsübernahme 2011 in allen Bereichen für den Aufschwung beim KEC, der noch vor wenigen Jahren vor dem finanziellen Kollaps gestanden hatte. Seine Vertragsverlängerung bis 2017 in der vergangenen Woche war ein Signal.

«Seine Kompetenz, seine Persönlichkeit und seine Ziele stehen in hundertprozentigem Einklang mit der Ausrichtung des Clubs», sagte Haie-Geschäftsführer Lance Nethery. Es ist nicht nur die Leidenschaft für seinen Heimatclub, die den 48-Jährigen antreibt. Vielmehr gehört es zum Krupp'schen Selbstverständnis, dass man sich als Profi die höchsten Ziele steckt. Nur so konnte er Meister mit den Haien (1984, 1986) und Stanley-Cup-Sieger mit Colorado (1996) und Detroit (2002) werden. Nur so konnte ein Bundestrainer Krupp seine Nationalspieler bei der WM 2010 zu einem sensationellen vierten Platz führen.

Das 1:3 in der DEL-Finalserie gegen Eisbären Berlin im Mai trieb den Ehrgeiz Krupps erst recht an und war möglicherweise auch ein Hauptgrund für die Vertragsverlängerung. «Wir sind auf einem guten Weg und arbeiten jetzt an den nächsten Schritten», sagte Krupp, dessen Arbeit sich auch günstig auf die Stimmung der Club-Sponsoren auswirkt. Sportlich waren die Rückkehrer Marcel Müller und der Schwede Yared Hagos vor der Saison sinnvolle Ergänzungen in einem guten Kader.

53 Treffer sind nach zwölf Spielen ebenso Topwert (zusammen mit Nürnberg) wie nur 29 Gegentreffer. 18 unterschiedliche Torschützen unterstreichen die Ausgeglichenheit beim KEC. Der vierte Angriffs-Block mit den jungen Spielern Marcel Ohmann, Philip Riefers und Rok Ticar ist mittlerweile auch für wichtige Tore gut. Zudem spielt Goalie Danny aus den Birken mit nur 1,81 Gegentreffern im Schnitt eine herausragende Rolle. Kein Wunder also, dass die Haie neun der vergangenen zehn Spiele und sechs Auswärtsspiele in Folge gewannen.

«Wir haben in der letzten Saison den Geschmack des Erfolges auf der Zunge gehabt. Jetzt wollen wir noch besser sein», kündigte Haie-Kapitän John Tripp an. Das heißt, nicht nur nach 52 Hauptrunden-Spielen, sondern auch nach Ende der Playoffs an der Spitze zu sein.

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