Beachvolleyball : Beach-Boom am Timmendorfer Strand

Chantal Laboureur (l) und Julia Sude sind die Favoritinnen auf den Meistertitel.
Chantal Laboureur (l) und Julia Sude sind die Favoritinnen auf den Meistertitel.

Die Golden Girls fehlen. Nach der jungen Mama Laura Ludwig muss auch Kira Walkenhorst für die Kult-Meisterschaften der Beachvolleyballer passen. Timmendorfer Strand steht dennoch vor einem Publikums-Boom.

shz.de von
30. August 2018, 12:47 Uhr

Wenigstens das halbe Olympiasieger-Team wollte beim Kult-Turnier nach dem nächsten Titel greifen. Doch eine Verletzung hat die Ambitionen von Ausnahme-Athletin Kira Walkenhorst kurz vor dem ersten Aufschlag gestoppt.

«Mir ist im Training eine Rippe verrutscht», teilte die Wahl-Hamburgerin am Tag der Eröffnung der deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften in Timmendorfer Strand mit. «Ich bin so enttäuscht, das war für mich der Saisonhöhepunkt», erklärte Rio-Siegerin und Weltmeisterin Walkenhorst zu ihrem Ausfall. Wie ihre Partnerin Laura Ludwig, die eine Babypause einlegt, kann die Ausnahme-Blockerin nun an der Ostsee nur Zaungast sein.

Auch Titelverteidigerin Chantal Laboureur (Stuttgart) muss wegen einer Verletzung passen. Zusammen mit Julia Sude (Friedrichshafen) hatte sich die frisch gekürte Beachvolleyballerin des Jahres eine Menge vorgenommen, auch weil der fünfte Rang zuletzt beim Welttour-Finale in Hamburg nicht ihren Erwartungen entsprach.

Sude, die 2010 zusammen mit Jana Köhler schon einmal deutsche Meisterin war, spielt nun bei der 26. Titelauflage in Timmendorfer Strand mit Leonie Körtzinger. Das Talent hat in diesem Jahr als Interimspartnerin von Walkenhorst auf der nationalen Tour viel Erfahrung sammeln können. Als Favoritinnen auf den Titel gelten nun aber die Nationalteams Victoria Bieneck und Isabel Schneider (Hamburg) sowie Karla Borger und Margareta Kozuch (Düsseldorf).

Auch ohne die Golden Girls und Meisterin Laboureur erlebt Timmendorfer Strand an diesem Wochenende wieder einen Boom. 60 000 Beachvolleyball-Fans werden in dem kleinen Urlaubsort nördlich von Lübeck erwartet. Die 6000 Zuschauerplätze auf dem Center Court direkt am Wasser sind vor allem am Finaltag heiß begehrt sein. 4800 werden pro Tag frei vergeben, die 1200 kostenpflichtigen Tickets sind seit April ausverkauft. Die Veranstalter haben im Kurpark schon eine große Leinwand als Alternative aufgebaut. Erstmals werden die nationalen Titelträger bei den Frauen und Männern zusammen am Sonntag ermittelt.

Spätestens dann können die Fans in der Ahmann-Hager-Arena doch noch zwei Olympiasieger live erleben - am Mikrofon. Die siebenmalige Meisterin Ludwig, die 2016 mit Walkenhorst an der berühmten Copacabana olympisches Gold gewann, wird die von ProSieben MAXX übertragenen Medaillenspiele in Timmendorfer Strand live kommentieren. Julius Brink, mit Jonas Reckermann Olympiasieger 2012 in London, ist als Experte bei den Männerspielen vor Ort.

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